Senator Berger begrüßt das jüngste Durchführungsdekret

Arbeitsmarktreform: Forderungen Südtirols enthalten

Donnerstag, 25. Juni 2015 | 14:25 Uhr

Rom – Das Durchführungsdekret für die Neuordnung der Arbeitsverträge wurde gestern im Amtsblatt der Republik veröffentlicht – viele Forderungen Südtirols sind im Dekret enthalten, stellt Senator Hans Berger fest.

„Mit Genugtuung stelle ich fest, dass viele unserer Vorschläge und Forderungen in das gestern im Amtsblatt der Republik veröffentlichte Durchführungsdekret (zur Arbeitsmarktreform) für die Neuordnung der Arbeitsverträge übernommen worden sind“. Das betont der SVP-Senator Hans Berger, Mitglied der Arbeitskommission, der viele dieser Forderungen in enger Absprache mit dem Arbeitsrechtler Josef Tschöll, Vorsitzender des SVP-Landeswirtschaftsausschusses, ausgearbeitet und in der Arbeitskommission und beim Arbeitsminister Poletti vorangebracht hatte.

Berger erinnert auch daran, dass in der Staat-Regionen-Konferenz, insbesondere zum Thema Lehrlingswesen, eine Einigung gefunden werden konnte und dies vor allem dank viel Überzeugungsarbeit seitens der Landesabteilung Arbeit und des Landesamtes für Lehrlingswesen. "Das ist mal wieder ein Beweis dafür, wie wichtig eine gute Zusammenarbeit auf verschiedenen Ebenen ist, um den erwünschten Erfolg zu erreichen", unterstreicht der SVP-Senator im Namen der Autonomiegruppe im Senat.

Begrüßenswert sei in erster Linie, so Berger, dass in den neuen Bestimmungen die traditionelle Lehre und das Duale System in Südtirol bestätigt und gestärkt werden. "Darüber hinaus wurde die Berufsmatura nun endlich definitiv im Staatsgesetz verankert und erhält auch aus arbeitsrechtlicher Sicht eine Regelung". Neu ist weiters, dass Lehrlinge, die ein Jahr Berufsschule wiederholen müssen, nun die Möglichkeit erhalten, den Lehrvertrag um ein weiteres Jahr zu verlängern.

"Damit erhöhen sich die Chancen für den Jugendlichen in Arbeit zu bleiben und den Schulabschluss über die Lehre zu schaffen", betont auch der Vorsitzende des SVP-Landeswirtschaftsausschusses Josef Tschöll. Eine weitere positive Neuerung ist, dass bei der Saisonlehre definitiv geklärt wurde, dass die Dauer des Lehrvertrages von den Kollektivverträgen geregelt wird, was Rechtssicherheit für die Arbeitgeber schafft und gleichzeitig die Rolle der Sozialpartner stärkt. Erfreut zeit sich Berger auch hinsichtlich der Neuerungen zum Voucher-System: "Die Obergrenze für die Möglichkeit geringfügige Arbeiten mittels Voucher zu vergüten, wurde von fünf Tausend Euro auf sieben Tausend Euro erhöht".

"Eine definitive Lösung wurde auch für die Empfänger von Leistungen zur Stützung des Einkommens (NASpI, Lohnausgleich) erreicht. Diese können jetzt über die Voucher 3.000 Euro dazuverdienen ohne den Anspruch auf die Leistungen zu verlieren. Bisher wurde diese Möglichkeit nur von Jahr zu Jahr verlängert."

Von: ©lu

Bezirk: Bozen