Argentinischer Peso unter starkem Druck

Argentinien bittet IWF um Hilfe im Kampf gegen Finanzkrise

Dienstag, 08. Mai 2018 | 22:10 Uhr

Die argentinische Regierung hat angesichts des Sinkflugs des Peso den Internationalen Währungsfonds (IWF) um Unterstützung gebeten. “Wir beginnen Gespräche über Finanzhilfen mit dem IWF”, sagte Präsident Mauricio Macri am Dienstag. “Wir gehen den einzigen möglichen Weg, um dem Stillstand zu entkommen und eine große Wirtschaftskrise zu verhindern, die uns allen schaden würde.”

Der argentinische Peso steht unter starkem Druck und verlor in der vergangenen Woche acht Prozent gegenüber dem US-Dollar. Steigende Zinsen in den USA hatten zuletzt dazu geführt, dass Anleger ihr Geld aus den Schwellenländern abzogen und in den Vereinigten Staaten investierten. Argentinien ist von dem Kapitalabzug besonders stark betroffen.

Die Notenbank stemmt sich mit aller Macht gegen die Abwertung des Peso. Am vergangenen Freitag erhöhten die Währungshüter den Leitzins für einwöchiges Zentralbankgeld auf 40 Prozent. Es war bereits die dritte Zinsanhebung innerhalb weniger Tage. Finanzminister Nicolas Dujovne kündigte Haushaltskürzungen in Höhe von 3,2 Milliarden Dollar an.

Von: APA/dpa

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