Europa bei Gas auf Importe angewiesen

Aserbaidschan liefert 2023 mehr Gas nach Europa

Dienstag, 10. Januar 2023 | 16:44 Uhr

Die ehemalige Sowjetrepublik Aserbaidschan im Südkaukasus hat die vor Monaten vereinbarte Lieferung von rund 12 Milliarden Kubikmetern Gas in diesem Jahr an die EU bekräftigt. Aserbaidschan werde 2023 insgesamt 24 Milliarden Kubikmeter Gas exportieren – die Hälfte davon nach Europa, sagte Präsident Ilham Aliyev am Dienstag im aserbaidschanischen Fernsehen. Bisher wurden jährlich rund 8,1 Milliarden Kubikmeter geliefert.

Im vergangenen Juli hatten EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und Aliyev eine entsprechende Absichtserklärung unterzeichnet, damit die EU sich wegen des von Moskau begonnenen Angriffskriegs in der Ukraine von Energielieferungen aus Russland lösen kann. Ab 2027 sollen demnach jährlich mindestens 20 Milliarden Kubikmeter fließen. Unter anderem angesichts von Aserbaidschans autoritärer politischer Führung und Angriffen auf das Nachbarland Armenien im vergangenen Herbst gab es nach der Vereinbarung allerdings auch Kritik.

Im vergangenen Jahr exportierte Aserbaidschan Aliyevs Aussagen zufolge insgesamt 22 Milliarden Kubikmeter Gas ins Ausland. Zugleich habe sein Land für den Eigenbedarf 200 bis 300 Millionen Kubikmeter vom russischen Staatskonzern Gazprom importiert.

Von: APA/dpa

Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

4 Kommentare auf "Aserbaidschan liefert 2023 mehr Gas nach Europa"


Sortiert nach:   neuste | älteste | Relevanz
N. G.
N. G.
Kinig
24 Tage 20 h

Füllt.die Kriegskassen des diktatorisch geführten Aserbaidschans wenns wieder einmal gegen Armenien und um Berkarabach geht!
Hauptsache wir haben Gas!

Paladin
Paladin
Superredner
24 Tage 8 h

@N.G.: Sehr richtig, leider nicht nur Aserbaidschans, denn das Land hat einen sehr lukrativen Gas-Deal mit Russland abgeschlossen. Das Absurde: Die EU bezieht Gas “aus” Aserbaidschan, das dieses aus Russalnd importiert. D.h. Die EU kauft Gas aus Russland über den Umweg Aserbaidschan und zahlt dabei noch drauf. “White-Washing” vom Feinsten und Putin wird finanziell von der EU sogar subventioniert. Ein Wahnsinn, aber das ist Bürokratie und Lobbyismus in der EU!
https://www.wienerzeitung.at/nachrichten/wirtschaft/international/2170321-Russisches-Gas-auf-Umwegen.html

N. G.
N. G.
Kinig
24 Tage 8 h

@Paladin Ich würde es nicht Lobbyismus nennen, Scheinheiligkeit triffts besser. Denn alles was der eher etwas uninformierte “Normal-Bürger” nicht durchschaut, wird getan.
Wenn dann langfristig versucht wird wirklich unabhängig zu werden, ok, aber so wechselt man lediglich die Abhängigkeit. Außerdem traut sich kein westlicher Politiker öffentlich zu sagen wie teuer diese Unabhängigkeit am Ende werden wird. Sie wird Unsummen verschlingen.
Ich bin für den Wandel, aber dann bitte auch offen und ehrlich!

Rudolfo
Rudolfo
Kinig
24 Tage 5 h

Die EU, an der Spitze mit Frau v.d. Leyen und Herrn Michel versagt zum wiederholten Mal auf ganzer Linie !! Der mit Tausenden von überbezahlten “Experten🙈” ausgestattete “Beamtenapparat” der EU ist anscheinend nicht in der Lage, die Wege und die wahre Herkunft seiner Gasimporte im Vorfeld zu recherchieren. Gas, das das totalitäre Aserbaidschan nach Europa liefert, stammt in großen Mengen aus Russland !! 😡😡😡😡 Hauptsache nach Außen die/den Sauberfrau/mann “gespielt”, Putin “ausgebremst”🤣 und Augen zu und durch🙈🙉🙊….

wpDiscuz