Satte Steigerung der Dividende gegenüber 2017

ATX-Firmen schütten 2,8 Milliarden Euro Dividende aus

Freitag, 25. Mai 2018 | 06:35 Uhr

Die gute Konjunkturlage sorgt bei den österreichischen Firmen für satte Gewinne, was auch die Aktionäre freut. Die 20 im Wiener Leitindex ATX gelisteten Unternehmen werden heuer eine Rekordsumme von 2,8 Mrd. Euro ausschütten, um fast 28 Prozent mehr als 2017, geht aus dem Dividendenreport der Arbeiterkammer (AK) hervor.

Selbst jene Unternehmen, die unter dem Strich einen Verlust auswiesen, zahlen eine Ausschüttung. “SBO und Immofinanz sind jene beiden Konzerne, die trotz Verlust Dividende zahlen und somit Substanz verlieren”, so Markus Oberrauter, Betriebswirt in der AK Wien und Autor des Dividendenreports.

Der Öl- und Gaskonzern OMV zahle mit einer Ausschüttungsquote von 113 Prozent mehr als den erwirtschafteten Gewinn aus. Beim Versicherungskonzern UNIQA gehe mit einer Quote von 97 Prozent fast das ganze Ergebnis an die Aktionäre. Auch bei der Post fließe fast der gesamte Gewinn in die Dividende. “Eine angemessene Dividendenpolitik sieht eindeutig anders aus”, kritisiert Oberrauter.

Die höchste Dividende von allen ATX-Unternehmen zahlt mit 512 Mio. Euro die Erste Group. Dahinter folgen OMV (rund 490 Mio. Euro) und laut Analystenschätzungen die voestalpine (238 Mio. Euro).

Die durchschnittliche ATX-Ausschüttungsquote liegt mit 46,1 Prozent in etwa auf dem Vorjahrerniveau. Das kumulierte, den Aktionären zurechenbare Ergebnis stieg im Wirtschaftsjahr 2017/18 um mehr als ein Viertel auf 6,1 Mrd. Euro.

Von: apa

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