Die AUA reagiert auf die Situation

AUA, Laudamotion und Wizzair streichen Israelflüge ab Wien

Donnerstag, 05. März 2020 | 20:48 Uhr

Die AUA und die Billigairlines Laudamotion und Wizzair streichen Israelflüge ab Wien. Auch die gesamte Gruppe der AUA-Mutter Lufthansa streicht die Flüge nach Israel. Grund dafür sind die Einreisebeschränkungen Israels aufgrund des Coronavirus. Der letzte AUA-Flug geht am Samstag. Dann werden die täglichen drei Flüge den März über ausgesetzt, sagte eine AUA-Sprecherin gegenüber der APA.

AUA-Passagiere, deren Flug gestrichen wird, werden wenn möglich umgebucht oder sie erhalten eine Rückerstattung des Flugpreises. Die Austrian Airlines bitten alle Fluggäste, die eine Verbindung im betroffenen Zeitraum gebucht haben, sich auf www.austrian.com unter “Meine Buchungen” über den Status ihres Fluges zu informieren. Kunden, die während der Buchung Telefonnummer oder E-Mail-Adresse angegeben haben, sowie Mitglieder des Vielfliegerprogrammes Miles & More, werden per SMS oder E-Mail automatisch über Änderungen im Flugprogramm informiert.

Auch die Lufthansa und die AUA-Schwester Swiss streichen ihre Israelverbindungen mit Sonntag bis 28. März. “Die Lufthansa Group sieht sich zu dieser Einstellung aus wirtschaftlichen und operativen Gründen gezwungen, da viele Passagiere nicht mehr zur Einreise berechtigt sind”, teilte der deutsche Konzern mit. Aus betrieblichen Gründen seien bereits einige Flüge für Freitag und Samstag nach Tel Aviv gestrichen worden, da Flugzeugbesatzungen ebenfalls den Restriktionen unterliegen. AUA, Lufthansa und Swiss bieten normalerweise zusammen täglich zehn Flüge nach Tel Aviv an, zusätzlich fliegt Lufthansa einmal wöchentlich nach Eilat.

Insgesamt streicht die Lufthansa wegen der mit dem Coronavirus einbrechenden Nachfrage bis Ende März rund 7.100 Flüge, teilte die Airline am Donnerstag mit. Das Streichen von ganzen Strecken und geringere Frequenzen entspreche rechnerisch einer Kapazität von 150 Flugzeugen. Damit sind die Sitzplatzkontingente von 125 Kurz- und Mittelstrecken sowie 25 Langstreckenflugzeugen der insgesamt 770 Maschinen großen Flotte des Konzerns aus dem Flugplan genommen.

Schwerpunkte der Stornierungen sind Flüge im Inland sowie im stark vom Coronavirus betroffenen Norditalien. Aber auch viele andere Strecken in Europa, insgesamt bis zu 25 Prozent aller Verbindungen, sind betroffen. Neu hinzu gekommen ist die Absage von Flügen nach Tel Aviv und Eilat in Israel ab Sonntag, weil das Land ein Einreiseverbot für Reisende aus Deutschland, Österreich und der Schweiz verhängte. Israel werde bis zum 28. März nicht mehr angeflogen.

Bei der Billigairline Wizzair kommt zu einigen Stornierungen auf den Strecken Wien-Tel Aviv und Wien-Eilat, teilte das Unternehmen am Donnerstag auf APA-Anfrage mit. Die Airline kündigte Umbuchungen bzw. Rückerstattungen an, ließ aber vorerst offen, welche bzw. wie viele Flüge konkret ausfallen.

“Fluggäste mit Buchungen, die von der Flugplanänderung betroffen sind, werden automatisch zum frühestmöglichen Zeitpunkt, jedoch mindestens 14 Tage vor dem ursprünglichen Flugdatum, informiert und auf eine Alternativstrecke umgebucht”, hieß es in der Wizzair-Mitteilung. Demnach erhalten Kunden, die direkt auf wizzair.com oder der mobilen App der Fluggesellschaft gebucht haben, eine E-Mail-Benachrichtigung, in der ihnen die kostenlose Umbuchung oder die volle Rückerstattung oder eine 120 prozentige Rückerstattung des ursprünglichen Flugpreises in Form einer Gutschrift angeboten wird.

Passagiere, die über Reisebüros – einschließlich Online-Reisebüros – gebucht haben, werden gebeten, sich für weitere Einzelheiten mit dem jeweiligen Reisebüro in Verbindung zu setzen. Wizz Air bittet alle Fluggäste, sich vor der Reise nach Israel über die aktuellen Reiseverbotsrichtlinien der israelischen Behörden zu informieren.

Laudamotion wird wegen der Einreisebeschränkungen Israels vorerst vom 16. März bis 8. April der Fall sein. Die vorerst letzten “Rückholflüge” werden bis inklusive 15. März 2020 durchgeführt, teilte die Luftfahrtgesellschaft mit. Betroffene Passagiere würden per E-Mail informiert und kostenfrei umgebucht werden bzw. den Flugpreis erstattet bekommen, hieß es.

Von: apa