Altenbetreuerinnen stammen oft aus Nicht-EU-Ländern

Ausländische Altenbetreuerinnen lernen Deutsch

Dienstag, 29. September 2015 | 12:32 Uhr

Bozen – Zum internationalen Tag der Senioren am kommenden 1. Oktober erinnert das Landesamt für Weiterbildung an die wertvolle Rolle von ausländischen Altenbetreuerinnen, die in den Südtiroler Haushalten arbeiten und unsere alten Menschen betreuen. Für sie sollen demnächst Deutschkurse angeboten werden.

"Die Altenbetreuerinnen stammen oft aus Nicht-EU-Ländern", sagt Hubert Bertoluzza vom Amt für Weiterbildung des Landes. "Ihre oft mangelnden Deutschkenntnisse stellen sowohl sie als auch die Betreuten und deren Angehörige vor große Herausforderungen. Um dem Abhilfe zu schaffen, haben wir einen Lehrgang für arbeitslose ‘Badanti’ geplant, bei dem wir ihnen sowohl die deutsche Sprache als auch die Südtiroler Alltagskultur nahebringen wollen", so Bertoluzza.

Neben einem Intensivunterricht von 100 Deutschstunden und einem Erste-Hilfe-Kurs werden ihnen auch Veranstaltungen angeboten, in denen gezeigt wird, wie man Südtiroler Gerichte zubereitet oder den Alltag mit Tätigkeiten wie Watten oder kleinen Exkursionen gestalten kann.

"Damit unseren alten Menschen ein optimales Maß an Wohlgefühl in der eigenen häuslichen Umgebung vermittelt wird, müssen sich die Betreuerinnen in unserer Sprache ausdrücken können und ein wenig unsere Lebensweise kennen", meint Bertoluzza, der mit diesem Lehrgang dem deutschsprachigen Fachkräftemangel in der häuslichen Altenbetreuung etwas entgegenwirken möchte.

Weitere Informationen erteilt das Amt für Weiterbildung, Tel. 0471 413394, E-Mail: sonja.logiudice@provinz.bz.it.

Von: ©lpa

Bezirk: Bozen