Monster Truck Godzilla - Nichts für die normale Straße

Autos könnten wegen Chipmangels deutlich teurer werden

Mittwoch, 11. August 2021 | 10:45 Uhr

Die Materialknappheit und einhergehende Preissteigerungen in weiten Teilen der Industrie und im Handwerk sind seit vielen Wochen in aller Munde. Grund sind Lieferkettenverwerfungen im Zuge der Coronakrise und eine Knappheit bei Halbleitern. Preise und Lieferzeiten an die Endkunden waren zuletzt in einigen Bereichen spürbar. Nun könnten auch die Autopreise europaweit um 3 bis 6 Prozent steigen, besagt eine Untersuchung der Kreditversicherung Acredia und Euler Hermes.

Demnach führt die sich verschärfende Materialknappheit insbesondere bei Halbleitern zu einem Missverhältnis zwischen Angebot und Nachfrage im europäischen Automobilsektor. Dieses könne bis zum ersten Halbjahr 2022 anhalten. “Damit bietet sich den Automobilherstellern eine einmalige Gelegenheit, die Preise nach fast 20 Jahren anzuheben und ihre Margen deutlich zu verbessern”, heißt es in der Untersuchung, die online unter http://go.apa.at/IzNV2wVI zu finden ist.

“Die europäischen und deutschen Autobauer sitzen durch die Chip-Knappheit aktuell am längeren Hebel”, sagt die Acredia-Chefin in Österreich, Gudrun Meierschitz. “Drei bis sechs Prozent Preissteigerung sind europaweit deshalb aktuell möglich, zumindest bis sich der Ausnahmezustand bei den Halbleitern wieder normalisiert.”

Insgesamt gebe die Branche wieder Gas, das zeigten die gestiegenen Absätze im ersten Halbjahr 2021. “Zwar längst noch nicht auf Vorkrisenniveau, aber mit deutlich zweistelligen Zuwachsraten bei den Neuzulassungen in allen wichtigen europäischen Märkten, insbesondere in Italien und Spanien”, so Meierschitz. Das sei auch für die Zulieferer ein wichtiges Signal. Die Branche müsse jetzt allerdings auch dringend über den Tellerrand hinausschauen und wichtige Weichen stellen, um beim Thema Nachhaltigkeit und alternative Antriebstechniken nicht weiter ins Hintertreffen zu geraten, glaubt die Acredia-Chefin. “Engpässe in der Lieferkette sind nur ein Beispiel für eine neue Realität, deren Komplexität weiter zunehmen wird.” Es gebe Risiken und auch Chancen.

Für Österreich zeigten Daten der Statistik Austria erst am gestrigen Dienstag, dass die Pkw-Neuzulassungen seit Jahresbeginn gegenüber 2020 um 12,2 Prozent gestiegen sind. 154.298 Pkw wurden in den ersten sieben Monaten neu zugelassen, exakt zwei Drittel davon waren Firmenwägen. Noch höher lag der Anteil der juristischen Personen, Firmen und Gebietskörperschaften bei den neu zugelassenen Elektro-Pkw, nämlich bei 84,1 Prozent (14.585 Fahrzeuge). Nur 2.752 Pkw mit Elektroantrieb wurden von privaten Fahrzeughalterinnen und -haltern neu zugelassen, rechnete die Statistik Austria vor.

Von: apa

Kommentare

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8 Kommentare auf "Autos könnten wegen Chipmangels deutlich teurer werden"


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sophie
sophie
Universalgelehrter
1 Monat 7 Tage

Preiserhöhungen zu rechtfertigen haben alle Konzerne und Firmen immer eine Ausrede parat…

Grantelbart
Grantelbart
Universalgelehrter
1 Monat 7 Tage

Ja kein Wunder bei all den Mikrochips die Bill Gates sich gekrallt hat, bleibt nichts mehr für Monstertrucks übrig. Schade

schneidigozoggla
1 Monat 7 Tage

Guit dass i an gibrauchtn hon

Offline
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Kinig
1 Monat 7 Tage

Ich hätte erwartet, dass Autos mangels (eingebauter) Chip wieder billiger werden…..😉

raunzer
raunzer
Superredner
1 Monat 7 Tage

Ich hab nicht die Absicht in nächster Zeit irgend eine Schüssel zu kaufen die mich ständig überwacht.

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Kinig
1 Monat 7 Tage

E-Autos kann Jede/r fahren, wer will. Ich mit Sicherheit nicht…

Savonarola
1 Monat 7 Tage

wenn das so ist, fährt mein Diesel statt 20 Jahre halt 22 Jahre lang. Das ist eh nachhaltiger, als einen neuen zu kaufen ☝️

Krissy
Krissy
Universalgelehrter
1 Monat 7 Tage

Wie ist man nur früher Auto gefahren?
Ohne Chip, Assistenten, Automatik ?
Mindestens sprang das Auto noch an, wenn ein Winkerlicht kaputt war.

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