Bargeld gilt als unhygienisch

Bankfilialen bleiben offen, Bargeld unhygienisch

Freitag, 13. März 2020 | 14:55 Uhr

Viele Geschäfte sperren jetzt vorübergehend zu. Die Bankfilialen bleiben offen, verkündete die Regierungsspitze am Freitag. Finanzminister Gernot Blümel (ÖVP) riet den Geldinstituten nach einem Spitzengespräch am Freitag, IT-Wartungen möglichst zu verschieben. Denn Internetzahlungen und Überweisungen sollen reibungslos laufen.

Ein weiteres Thema der Sitzung der Hochfinanz zur Coronavirus-Krise war die Bargeldversorgung. “Die Nationalbank hat ausreichende Bargeldreserven, um die Bankomatbetreiber, die Banken und die Wirtschaft mit Bargeld zu versorgen. Aus diesem Grund wurden im Bargeldbereich der Nationalbank auch die Öffnungszeiten ausgeweitet”, teilte Nationalbank-Gouverneur Robert Holzmann mit.

Bank Austria und Erste Group informierten ihre Kunden auch gesondert, dass die Filialen weiterhin geöffnet sind. Die Erste Bank verwies zudem auf eine Empfehlung der Weltgesundheitsorganisation (WHO), aus hygienischen Gründen auf Bargeldzahlungen zu verzichten. Auch diese Maßnahme könne bei der Eindämmung der Verbreitung des Coronavirus helfen. Es wird mehr bargeldloses Zahlen angeraten.

Wer in die Filialen kommt, wird auf einen “Sicherheitsabstand” von ein bis zwei Metern zu anderen Personen aufgefordert. “Sollten Sie Anzeichen einer Erkrankung haben, bitten wir Sie, Ihren Filialbesuch zu verschieben”, schrieb die Erste.

Im Zuge der Coronakrise beheben die Österreicher zur Zeit deutlich mehr Bargeld. Laut Nationalbank ist das aber überhaupt nicht nötig. In Österreich gibt es knapp 9.000 Bankomaten. Die Geldinstitute und die Bankomatbetreiber kommen daher dem Bestücken der Ausgabeautomaten laufend nach, schrieb die Notenbank. Und es gebe praktisch in jedem Handelsgeschäft, insbesondere im Lebensmittelhandel, die Möglichkeit, auch mit Karte zu bezahlen.

Von: apa