Startschuss im Juli

Bausparen in Südtirol: Modell wird angepasst,

Freitag, 10. April 2015 | 11:01 Uhr

Bozen – "Das Südtiroler Bausparmodell startet im Juli", erklärt Wohnbaulandesrat Christian Tommasini, nachdem er mit allen Beteiligten das Modell noch einmal überprüft hat. Gemeinsam sei man übereingekommen, so Tommasini, dass ausschließlich die Banken das Bausparen operativ abwickeln werden. „Davon profitieren alle, besonders die Bürger, weil die Abwicklung einfacher wird", so Tommasini.

Mit dem Bausparen beschreitet das Land einen neuen Weg in der Wohnbauförderung, der die bisherigen Möglichkeiten ergänzt und Zusatzrente sowie Baufinanzierung miteinander verbindet. In den vergangenen Wochen haben die Wohnbauexperten des Landes, die beteiligten Banken und der Zusatzrentenfonds Pensplan das Bausparmodell noch einmal einer eingehenden Prüfung unterzogen.

Voraussetzungen für ein Bauspardarlehen sind folgende: Interessierte dürfen nicht älter als 55 Jahre sein, müssen seit mindestens fünf Jahren in Südtirol ansässig und seit mindestens acht Jahren in einen vertragsgebundenen Zusatzrentenfonds eingeschrieben sein. Sind diese Grundvoraussetzungen erfüllt, kann bei einer der beteiligten Banken ein Bauspardarlehens beantragt werden. Dieses zinsgünstige Darlehen kann maximal das Doppelte des angereiften Kapitals auf der Rentenposition betragen. Hat jemand dort also 40.000 Euro angespart, hat er Anrecht auf ein Bauspardarlehen in Höhe von 80.000 Euro.

Die Zusammentreffen der vergangenen Wochen haben ergeben, dass das bisherige Modell in der (technischen) Umsetzung noch verbessert werden kann, und zwar angefangen bei den Konventionierungsvereinbarungen zwischen dem Land und den Banken, außerdem wird der Zinssatz für das Bauspardarlehen auf 20 Jahre fixiert und schließlich soll der gesamte Prozess ausschließlich von den Banken abgewickelt werden. Somit ergibt sich eine klare Rollenverteilung: Das Land stellt die Gelder zur Verfügung, Pensplan zertifiziert die Rentenposition und die Banken führen alle operativen Schritte durch. „Die Prüfung des bisherigen Modells hat sich gelohnt, denn jetzt ist es uns gelungen, das Bausparen so zu organisieren, dass alle – besonders  die Bürger – davon profitieren: Das Modell ist jetzt klar strukturiert, die einzelnen Partner haben klar zugewiesene Rollen und für den Bürger wird die Abwicklung vereinfacht“, ist Landesrat Tommasini überzeugt.

Von: ©lpa

Bezirk: Bozen