Tunnelanschlag von "H52 Hochstegen" erfolgt

BBT: Arbeiten an Teil von ehemaligem Porr-Baulos wieder aufgenommen

Mittwoch, 04. Mai 2022 | 15:55 Uhr

Die Betreibergesellschaft des Brennerbasistunnels (BBT SE) nimmt nach der Auflösung des ehemaligen Bauloses “Pfons-Brenner” (H51), an dem ein vom Baukonzern Porr angeführtes Konsortium bereits gearbeitet hatte, die Arbeiten an dem Abschnitt wieder auf. Das Baulos wurde geteilt und nun erfolgte am Mittwoch beim wesentlich kleineren Baulos “H52 Hochstegen” der Tunnelanschlag. Die Ausschreibung für das größere Baulos “Pfons-Brenner” (H53) ist indes noch nicht abgeschlossen.

Obwohl beim Baulos Hochstegen in Steinach am Brenner nur rund fünf Tunnelkilometer auszubrechen sind, ist es aufgrund seiner geologischen Gegebenheiten herausfordernd und wird etwa zwei Jahre Bauzeit in Anspruch nehmen. Das Los liegt in einer Störungszone, wobei auf einer Länge von einem halben Kilometer “wasserführende, karbonatische Gesteinsschichten vorherrschend” seien, hieß es von der BBT SE. Das Kernstück dieses Bauloses “ist der Vortrieb des Erkundungsstollens in Richtung Süden durch die sogenannte ‘Hochstegenzone'”.

Der Baukonzern Swietelsky ist für die Durchführung der Arbeiten verantwortlich. Das Auftragsvolumen beläuft sich auf rund 102 Mio. Euro. Wer den Zuschlag für den wesentlich größeren Teil des ehemaligen Bauloses “Pfons-Brenner” (H51) erhält, ist noch unklar. Es wurde mit einem Volumen von 855 Mio. Euro ausgeschrieben. Bis Juni können noch Angebote gelegt werden, gegen Ende des Jahres soll eine Entscheidung fallen. Für die beiden BBT SE-Vorstände, Martin Gradnitzer und Gilberto Cardola, können durch die Aufteilung “die Tunnelarbeiten des Gesamtprojektes rasch und effizient” fortgeführt werden.

Eine Neuvergabe wurde notwendig, nachdem die BBT SE im Herbst 2020 aufgrund von Unstimmigkeiten hinsichtlich Leistungserbringung und Anforderungen in der Ausschreibung die Zusammenarbeit mit dem Porr-Konsortium aufgekündigt hatte. Der Fertigstellungstermin für das Großprojekt Brennerbasistunnel dürfte sich dadurch nach hinten verschieben. Zuletzt war von einer Inbetriebnahme erst im Jahr 2032 die Rede.

Mittlerweile wurden fast zwei Drittel des BBT-Tunnelsystems ausgebrochen – laut Angaben der BBT SE sind es bereits 151 von 230 Kilometern. Derzeit würde in Österreich und Italien an fünf sich begegnenden Baulosen gearbeitet. Im Juni sollen die Bauarbeiten des Südzulaufes des BBT Franzensfeste – Waidbruck starten.

Von: apa

Bezirk: Eisacktal, Wipptal

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