Neuer "Weltrekord"mit rund 61 Meter Vortriebsleistung innerhalb von 24 Stunden

BBT-Tunnelbohrmaschine legte bereits 10.000 Meter zurück

Mittwoch, 04. April 2018 | 17:25 Uhr

10.000 Meter hat sich die Tunnelbohrmaschine (TBM) seit September 2015 durch den Brennerbasistunnel-Erkundungsstollen zwischen dem Ahrental südlich von Innsbruck und Pfons gefräst. Bis zum endgültigen Ziel fehlten noch rund 5.000 Meter, teilte die Brennerbasistunnelgesellschaft (BBT SE) am Mittwoch mit. Im Frühjahr 2019 soll die Bohrmaschine in Pfons ankommen, hieß es.

Die 10.000-Meter-Marke war am 30. März geschafft worden. “Tunnelbohrmaschinen sind hochtechnologische Werkzeuge. Damit der Vortrieb mit einer TBM effizient funktioniert, braucht es immer das harmonische und respektvolle Zusammenspiel von Berg, Werkzeug und Mensch”, zeigte sich BBT-SE-Vorstand Konrad Bergmeister zufrieden.

Mit 61,04 Metern an einem Tag sei sogar ein Weltrekord aufgestellt worden. Damit habe die Vortriebsmannschaft die bestehenden Rekorde der beiden Schweizer Bahntunnel – 52 Meter am Lötschberg und 56 Meter am Gotthard Basistunnel – brechen können.

Die Tunnelbohrmaschine ist rund 200 Meter lang und wiegt 1.800 Tonnen. Ihre Anschlussleistung beträgt 5.500 Kilowatt, das entspricht knapp 7.500 Pferdestärken. Sie frisst sich damit durch Phyllit und Schiefergestein Richtung Süden zum Brenner vor.

Der Brennerbasistunnel ist ein flach verlaufender Eisenbahntunnel zwischen Innsbruck und dem Ort Franzensfeste in Südtirol. Mit der Einmündung in die bestehende Eisenbahnumfahrung Innsbruck wird er nach Angaben der ÖBB 64 Kilometer lang und damit “die längste unterirdische Eisenbahnverbindung der Welt”. 2026 soll er fertiggestellt sein.

Von: apa