Wiener Postsparkasse gehört seit 2013 Benkos Unternehmen

Benkos Postsparkasse nach Deal mit Staat massiv aufgewertet

Sonntag, 23. Februar 2020 | 13:24 Uhr

Die Wiener Postsparkasse, die seit 2013 der Signa Prime Selection um Immobilieninvestor Rene Benko gehört, ist nach einem Deal mit der staatlichen Bundesimmobiliengesellschaft (BIG) deutlich aufgewertet worden, berichtete Bloomberg. Nach Abschluss des Vertrags habe Signa das Gebäude auf mehr als 300 Millionen Euro neu bewertet, zitierte der Finanzdienst einen Insider.

Vor der Unterschrift sei das Gebäude in einer im September 2019 vermarkteten Anleihe mit einem Bruttoinventarwert von 130 Mio. Euro geführt worden. Einer Hypothekenurkunde zufolge, die dieses Monat im Grundbuch eingetragen wurde, besichere das Gebäude nun eine Anleihe mit 250 Mio. Euro.

Benko hatte im November 2019 den österreichischen Staat als Mieter gewonnen. 2021 sollen hier Universitäten einziehen. Der Baurechtevertrag läuft auf 99 Jahre. Ebenso lange läuft eine mit der Immobilie besicherte Anleihe, die von der deutschen R+V Versicherung AG gezeichnet worden sei.

Die Rendite von Benkos jüngster Anleihe liegt laut der mit dem Geschäft vertrauten Person bei rund 1,5 Prozent. Diese Preisgestaltung basiere auf einer von BIG gezahlten Jahresmiete von rund 3,5 Millionen Euro, hieß es.

Ein Signa-Sprecher und ein Vertreter von R+V lehnten es laut Bloomberg ab, sich zur Transaktion zu äußern. Von der BIG gab es zunächst ebenfalls keine Stellungnahme.

Von: apa