Forderung des SGBCISL

“Bereichsübergreifender Kollektivvertrag muss angemessen finanziert werden”

Dienstag, 26. Juli 2022 | 13:22 Uhr

Bozen – Für die Finanzierung des Bereichsübergreifenden Kollektivvertrags 2022-2024 zugunsten der rund 40.000 Beschäftigten des öffentlichen Dienstes in Südtirol sind angemessene Geldmittel vorzusehen, und dafür müssen auch Mittel aus dem diesjährigen Nachtragshaushalt bereitgestellt werden. Das fordert die Fachgewerkschaft Öffentliche Dienste des SGBCISL.

“In Südtirol liegt die Inflation bereits bei 9,7 Prozent, und laut einer Erhebung des AFI-IPL steigt die Zahl der Beschäftigten mit befristetem Arbeitsvertrag, die ihre Arbeit freiwillig kündigen. Dies auch in Branchen, in denen es bereits an Arbeitskräften mangelt, wie im Gesundheits- und Sozialwesen, was auch auf die große Arbeitsbelastung seit Pandemiebeginn zurückzuführen ist. Alle öffentlichen Verwaltungen haben Schwierigkeiten, neues Personal zu finden, und dies mittlerweile unabhängig von der Arbeitstätigkeit. In bestimmten Bereichen ist diese Schwierigkeit noch stärker ausgeprägt. Zudem werden in den nächsten Jahren sehr viele öffentlich Bedienstete das Rentenalter erreichen und somit aus dem Dienst ausscheiden”, so die Gewerkschaft.

“Es ist also dringend notwendig, die Erneuerung des Bereichsübergreifenden Kollektivvertrag ausreichend zu finanzieren, um die Gehälter an die steigenden Lebenshaltungskosten anzupassen und die Arbeit im öffentlichen Dienst für Jugendliche attraktiver gestalten zu können. Als Fachgewerkschaft Öffentliche Dienste fordern wir deshalb mit Nachdruck zusätzliche Geldmittel aus dem Nachtragshaushalt, weil die bisher vorgesehenen Geldmittel nicht ausreichen”, heißt es abschließend.

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

3 Kommentare auf "“Bereichsübergreifender Kollektivvertrag muss angemessen finanziert werden”"


Sortiert nach:   neuste | älteste | Relevanz
Oracle
Oracle
Universalgelehrter
18 Tage 20 Min

Der SGB hat völlig Recht! Wem nehmen wir aber das Geld, um das zu finanzieren, frage ich mich? Das Steuergeld ist immer dasselbe, geben wir jemanden mehr, bekommen andere weniger!

Kingu
Kingu
Superredner
17 Tage 22 h
@Oracle es gibt genug Leute im Land die definitiv keine Hilfe vom Staat brauchen, es sollte nicht mehr der Gewinn ausschlaggebend sein, sondern allein der Umsatz und pauschal besteuert. Es gibt nämlich nicht nur einige, sondern eine Mehrheit an Unternehmer und Selbstständige die massiv Steuern hinterziehen, anders wäre es nicht möglich, dass nur 8% des Steueraukommens laut ASTAT von Unternehmen in Südtirol bezahlt werden, obwohl diese definitiv 60% des volkswirtschaftlichen Gesamtkapitals besitzen. Die Beihilfen für den Bau der Erstwohnung ist in Ordnung, jedoch sollten Umbauten und Sanierungen selbst bezahlt werden und schon gar nicht für Unternehmen zur Verfügung stehen, da… Weiterlesen »
sixtus
sixtus
Tratscher
17 Tage 16 h

Bereichsübergreifende Kollektivverträge bitte aber auch für die Privatwirtschaft!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!
Vielleicht sollte jemand diese eingeschlafenden Gewerkschaften wecken. Es gibt auch die Privatwirtschaft in Südtirol, die alles finanziert und diese benötigen auch etwas mehr Geld.

wpDiscuz