Aussprache in Rom

Berger beim neuen NISF-Vorsitzenden Boeri

Donnerstag, 09. April 2015 | 13:25 Uhr

Bozen – Der Südtiroler SVP-Senator Hans Berger hat sich jüngst mit dem neuen Präsidenten des nationalen Fürsorgeinstituts INPS/NISF, Tito Boeri, in Rom zu einer Aussprache getroffen.

Die Umsetzung des Generationenpakts in der öffentlichen Verwaltung in Südtirol war eines der Schwerpunktthemen der Aussprache zwischen Berger und Boeri. Der SVP-Senator, der zur Umsetzung des Generationenpaktes einen Änderungsantrag zum Delegierungsgesetz über die Reform der öffentlichen Verwaltung eingebracht hatte, hob die Wichtigkeit dieser Maßnahme insbesondere zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit hervor.

"Ziel des Generationenpakts ist es, verstärkt Jugendliche in Arbeit zu bringen, indem ältere Arbeitnehmer, die kurz vor der Versetzung in den Ruhestand stehen, die eigene Arbeitszeit reduzieren", so Berger.

Bedauerlicherweise wurde Bergers Antrag, der zwar das Plazet seitens des Arbeitsministeriums erhalten hatte, im Gesetzgebungsausschuss aufgrund des Widerstandes seitens der Staatsbuchhaltung nicht angenommen. "Ich werde den Antrag erneut im Plenum vorlegen und Boeri, der ein absoluter Befürworter des Generationenpaktes ist, sicherte mir zu, nach möglichen Wegen zu suchen, um die Umsetzung dieser Maßnahme in Südtirol zu ermöglichen", so Berger.

Ein weiteres Thema der Aussprache war die Problematik der Renten in der Landwirtschaft. "Es kann nicht sein, dass ein Landwirt, der bereits in Rente ist, weiterhin verpflichtet ist, Rentenbeiträge einzuzahlen", so Berger.

Der neue NISF-Präsident versprach dem Senator sich mit dieser Problematik eingehender zu beschäftigen, auch weil dieses Problem auch andere Berufskategorien betreffen würde. Gesprächsthemen waren außerdem die Vereinfachung des Voucher-Systems sowie die Schwierigkeiten bei der Eintragung beim Fürsorgeinstitut für die Landwirtschaft. "Tito Boeri, bekannter Ökonom von der renommierten Mailänder Wirtschaftsuniversität Bocconi, ist fachlich sehr kompetent und ich bin sicher, dass die Zusammenarbeit mit ihm sehr fruchtbringend sein wird", so Berger abschließend.

Von: ©lu