Gesetzesentwurf zur Sozialen Landwirtschaft angenommen

Berger: “Kleine landwirtschaftliche Betriebe in Berggebieten unterstützen”

Donnerstag, 09. Juli 2015 | 12:16 Uhr

Bozen – Der SVP-Senator hat im Namen der Autonomiegruppe die Stimmabgabeerklärung zum Gesetzesentwurf zur Sozialen Landwirtschaft gehalten – „Mit diesem Gesetzesentwurf wird nun auf staatlicher Ebene der Weg gegangen, den Südtirol bereits vor zehn Jahren eingeschlagen hat“

Der Senat hat gestern Abend den Gesetzesentwurf zur Sozialen Landwirtschaft in zweiter Lesung angenommen. Der Südtiroler SVP-Senator Hans Berger hat im Namen seiner Kollegen die Stimmabgabeerklärung gehalten und die Ja-Stimme der Autonomiegruppe begründet. „Die Landwirtschaft spielt eine zentrale Rolle für die Wirtschaft dieses Landes – man denke nur an die Expo in Mailand – und um Italien aus der Krise zu führen und die hohe Arbeitslosigkeit zu bekämpfen, muss dieser Sektor gezielt unterstützt werden“, betonte Berger, der in seiner Rede insbesondere die Bedeutung der landwirtschaftlichen Betriebe in benachteiligten ländlichen Gebieten unterstrich.  „Die Soziale Landwirtschaft ist auch für Wachstum und sozialen Zusammenhalt entscheidend“, so Berger, der auf das Beispiel Südtirol verwies, wo diesbezüglich wichtige Projekte und Initiativen ins Leben gerufen worden sind, die sich als sehr erfolgreich erweisen hätten, so z.B. Schule und Kinderbetreuung am Bauernhof sowie Höfe, die Menschen mit geistiger Behinderung integrieren. „Mit diesem Gesetzesentwurf wird nun auf staatlicher Ebene der Weg gegangen, den Südtirol bereits vor zehn Jahren eingeschlagen hat. Die autonome Provinz Bozen hat nämlich in diesem Bereich eigene Zuständigkeiten“.

„Es ist somit äußerst positiv, dass die soziale Bedeutung und Rolle der Landwirtschaft endlich auch auf nationaler Ebene eine juridische Anerkennung erhalten hat. Wir hoffen sehr, dass diese Gesetzesvorlage dazu beitragen wird, die soziale Rolle der landwirtschaftlichen Betriebe zu fördern und zu unterstützen, ohne diese mit neuen und unnötigen Auflagen zu belasten. Hierzu ist es erforderlich, dass die zu erlassenden Durchführungsbestimmungen klar und transparent bleiben“. In dieser Legislaturperiode sei dies die dritte Maßnahme über die Landwirtschaft. „Dass das römische Parlament diesem Thema grosse Aufmerksamkeit widmet, ist äußerst positiv, doch müssen noch eine ganze Reihe von Angelegenheiten dringend geklärt und gelöst werden: Besonders die kleinen landwirtschaftlichen Betriebe in Berggebieten müssen von den bürokratischen Auflagen befreit werden. Auch sollte für diese die Steuerlast gesenkt werden. Man sollte sich nämlich stets vor Augen halten, dass  kleine landwirtschaftliche Betriebe die Entvölkerung in Berggebiete bremsen und wesentlich zur Verbesserung der Lebensqualität beitragen“, so der Senator abschließend.

Von: ©lu