"Finale Zahl" gibt es noch keine

Berlin stellt Tesla rund 1,1 Mrd. Euro Förderung in Aussicht

Sonntag, 05. September 2021 | 21:17 Uhr

Der US-Elektroautobauer Tesla kann in Deutschland einem Medienbericht zufolge voraussichtlich mit staatlichen Fördermitteln von rund 1,1 Milliarden Euro aus einem Europäischen Batteriezellenprogramm rechnen. Der “Tagesspiegel” aus Berlin berichtete am Sonntag, die Förderung durch das deutsche Wirtschaftsministerium sei reif für die Bewilligung. Das Ministerium erklärte auf Anfrage, es gebe “noch keine finale Zahl” für die Förderung von Tesla im Rahmen des Batterieprojekts.

Das Brandenburger Wirtschaftsministerium äußerte sich zu dem Bericht nicht. Tesla will in Grünheide bei Berlin nicht nur die erste Elektroautofabrik in Europa bauen, sondern dort auch Batteriezellen in Massen produzieren.

Die EU-Kommission hatte Anfang des Jahres zum zweiten Mal Milliardenhilfen zur Unterstützung der Batterieproduktion in Europa genehmigt. Deutschland und elf weitere EU-Länder können bis zu 2,9 Milliarden Euro zusätzlich bereitstellen, damit sollen Fortschritte bei der Elektromobilität erzielt werden. Auch österreichische Firmen sind dabei. Von den Fördermitteln kann auch Tesla in Brandenburg profitieren. Deutschland koordiniert das zweite Batterieprogramm.

In Grünheide sollte ursprünglich bereits Anfang Juli die Herstellung von Elektroautos beginnen, inzwischen peilt Tesla aber das Jahresende an. Das Unternehmen baut derzeit über vorzeitige Genehmigungen, weil die abschließende Entscheidung über die umweltrechtliche Genehmigung durch das Land Brandenburg noch aussteht. Wann die Entscheidung kommt, ist bisher offen. Pro Jahr sollen in Grünheide in Brandenburg bis zu 500.000 Fahrzeuge vom Band rollen.

Von: APA/dpa

Kommentare

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14 Kommentare auf "Berlin stellt Tesla rund 1,1 Mrd. Euro Förderung in Aussicht"


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Doolin
Doolin
Universalgelehrter
17 Tage 14 h

…so werden die Elektrokübel gepusht…Steuerzahler finanziert Produzenten und Konsumenten…das muss ja was werden…
🤪

Motorprosa
Motorprosa
Grünschnabel
17 Tage 4 h

Es gibt ein Abkommen, das sich “Pariser Abkommen” nennt. Dort wurde die Reduzierung des CO2-Ausstosses beschlossen. E-Mobilität ist ein Weg zur Erreichung dieses Ziels.

Und weil sich der normale Bürger halt nur überzeugen lässt, wenn’s weh tut oder er einen Beitrag bekommt, ist es vollkommen OK, dass die EU die Weiter-Entwicklung von Batterie-Technik fördert.

Neumi
Neumi
Kinig
17 Tage 3 h

Ja, andere Autobauer haben noch NIE eine Förderung erhalten, das Rumgemosere über die Förderungen an Autobauer in den vergangenen Jahren basierte ausschließlich auf falschen Fakten und Gerüchten.

Alles andere wäre Spekulation.

einervonvielen
einervonvielen
Universalgelehrter
17 Tage 3 h

@Doolin, ist ja bei der herkömmlichen Herstellen von Benziner und Diesel nicht anders….aber ich stimme dir zu Elektrokübel zu, shit in shit out

einervonvielen
einervonvielen
Universalgelehrter
17 Tage 1 h

@Motorprosa, nichts gegen Elektromobilität, aber solange Storm “dreckig” gewonnen wird, bringt uns das nicht weiter.

Galantis
Galantis
Grünschnabel
16 Tage 23 h

@Doolin
..der Steuerzahler finanziert alles damit die Wirtschaft läuft und die Elektromobilität gehört halt auch dazu, auch wenn du es nicht wahrhaben willst! Richtig so!!

Hoferbua
Hoferbua
Grünschnabel
16 Tage 22 h

Bist gut informiert! CO2 ausstoß reduzieren ja, beim autofahren. Aber nicht überall wie hier in südtirol ist der strom grün.

Motorprosa
Motorprosa
Grünschnabel
16 Tage 21 h

Ja – sollten dann Elektro-Autobauer warten, bis der Strom “grün” gewonnen wird, und erst dann mit der Entwicklung von E-Autos und Batterien starten?

Es kann übrigens JEDER grünen Strom einkaufen.

Motorprosa
Motorprosa
Grünschnabel
16 Tage 21 h

Die Anzahl der Minus-Drücker freut mich übrigens grad 😉

Geri
Geri
Superredner
16 Tage 19 h
@Motorprosa Naja, wenn man die aktuelle Freisetzung von CO2 (ca. 590t CO2-Bindung/ha im Jahr) durch die Rodung von fast 300 ha (bisher 156 ha und jetzt nochmals 100 ha.) Wald durch Tesla in Brandenburg, sowie die CO2-Bindung durch neu gepflanzten Wald (versprochen von Tesla – ca. 30 ha) mit ein kalkuliert, dann ist Elektromobilität bis über 20 Jahre noch nicht in der Lage, den Ist-Stand der derzeitigen Technik zu erreichen. Dazu muss man wissen, dass 1 ha Mischwald im Idealfall ca. 10-12 kg/Jahr pro Baum speichern kann. Das aber erst, nachdem er ausgewachsen ist, das nennt man Umtriebszeit und dauert… Weiterlesen »
Geri
Geri
Superredner
16 Tage 19 h

Sorry, Tippfehler:
“…der Bau der Fabrik setzt jährlich eine geschätzte Menge von ca. 500 Tonnen CO2/ha frei…” sollte es heissen.

Doolin
Doolin
Universalgelehrter
16 Tage 19 h

@Galantis …ok., aber wenn wir Steuerzahler E-mobilität so extrem fördern müssen, dann heisst dies ganz einfach, dass die alleine nicht laufen kann…praktisch wird der Konsument gezwungen, dies zu akzeptieren und wieder in seine Tasche zu greifen, um umzusteigen und die Produzenten lachen sich dabei ins Fäustchen…
🤪

ischJOwurscht
ischJOwurscht
Superredner
16 Tage 16 h

motorprosa@

habe dir deinen Wunsch erfüllt, wenn das dich glücklich macht!?

Neumi
Neumi
Kinig
15 Tage 22 h

@ Geri Stimmt … für die anderen Autofabriken wurde nichts geroder, da wurden Bäume angepflanzt, damit man in den Baumkronen Verbrennungsmotoren usw. bauen kann.

Wirf nicht der einen Seite vor, was die andere Seite genauso falsch macht.

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