Bau kostet umgerechnet fast sieben Milliarden Euro

Biden will Pläne für umstrittene Ölpipeline stoppen

Montag, 18. Januar 2021 | 08:20 Uhr

Der künftige US-Präsident Joe Biden plant offenbar, die Genehmigung für die umstrittenen Pipeline Keystone XL zwischen den USA und Kanada wieder zurückzunehmen. Wie die kanadischen TV-Sender CBC und CTV unter Berufung auf interne Papiere berichteten, will Biden das Projekt nach seiner Amtseinführung am Mittwoch stoppen. Die Pipeline sollte rund 500.000 Barrel Öl am Tag aus Teersandvorkommen im kanadischen Alberta zu Raffinerien im US-Staat Texas befördern.

Der Ministerpräsident der Provinz Alberta, Jason Kenney, teilte im Kurzbotschaftendienst Twitter mit, er sei “zutiefst besorgt” über die Berichte. “Sollte die künftige US-Regierung die Keystone-XL-Genehmigung aufheben, wird Alberta gemeinsam mit TC Energy alle rechtlichen Möglichkeiten nutzen, seine Interessen an dem Projekt zu schützen”, kündigte Kenney an.

Der scheidende US-Präsident Donald Trump hatte im Frühjahr 2017 grünes Licht für den Bau der umgerechnet fast sieben Milliarden Euro teuren Pipeline gegeben. Trumps Vorgänger Barack Obama hatte das Vorhaben vor allem aus Gründen des Klimaschutzes abgelehnt.

Umweltschützer warnen unter anderem vor katastrophalen Folgen möglicher Lecks. Sie monieren außerdem, dass bei dem komplizierten Verfahren zur Ölgewinnung aus Teersand zu viel Treibhausgase freigesetzt werden.

Von: APA/AFP

Kommentare

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7 Kommentare auf "Biden will Pläne für umstrittene Ölpipeline stoppen"


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sophie
sophie
Universalgelehrter
1 Monat 7 Tage

So eine Umweltbelastende Ölpipeline braucht die Welt nicht……

Neumi
Neumi
Kinig
1 Monat 7 Tage

Ich hoffe, er kann’s durchziehen. Mit den Schadensersatzzahlungen verlieren sie weniger als wenn sie sie bauen lassen.
Haben die Amis so was wie eine Umweltverträglichkeitsprüfung nicht?

Es ist für ein Land nicht gut, wenn ein Präsident etwas verweigern, der nächste über alle Köpfe hinweg etwas erlauben und der nächste es dann wieder zurücknehmen kann. Aber wir in Italien mit unserer Unmenge an Dekreten sind da auch nicht viel besser dran.

sophie
sophie
Universalgelehrter
1 Monat 7 Tage

Ist es bei uns anders? Immer andere Regierungen

Neumi
Neumi
Kinig
1 Monat 6 Tage

@ Sophie es hilft, auch den letzten Satz im Post zu lesen.

Neumi
Neumi
Kinig
1 Monat 6 Tage
@ Ars Vivendi ich bin kein grundsätzlicher Gegner von Pipelines. Die Bayer-Stickstoff-Pipeline wurde seinerzeit durch eine Bürgerbewegung gestoppt, obwohl in regelmäßigen Abständen Sensoden und Schots vorhanden sind, die bei einem Leck sofort schließen. Der in diesem Abschnitt vorhandene Stickstoff würde im Falle eines Lecks einfach im Boden versinken. Jetzt aber wird das Ganze in Lastern auf der Straße durch bewohnte Gebiete transportiert. Gibt es dort mal einen Unfall, verteilt sich das Zeugs überirdisch, hurrah! Bei dem US Projekt ist der Abbau schlimmer als der Transport, moderne Pipelines sind im Normalfall deutlich sicherer als der überirdische Transport per Schiff oder LKW.… Weiterlesen »
Jaga1456
Neuling
1 Monat 7 Tage

Wir haben schon alles mögliche an unweltprobleme und man sollte schnellstens die wirtschaft dekarbonisieren und die wollen neue pipelines bauen, spinnen die??

Namulith
Namulith
Tratscher
1 Monat 7 Tage

Hmm, klingt gut für die Umwelt, aber schlecht für Venezuela…

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