Interesse am Wirtschaftsstandort wächst wieder

BLS macht deutschsprachigen Unternehmern Südtirol schmackhaft

Mittwoch, 29. April 2015 | 14:15 Uhr

Bozen – Italien ist nach wie vor ein sehr interessanter Markt für Deutschlands und Österreichs Unternehmen und Südtirol der ideale Einstieg in den Stiefel.

Das war die Botschaft, die Südtirols Standortagentur Business Location Südtirol (BLS) in den vergangenen Wochen gleich bei mehreren Events in Deutschland und Österreich lancierte. „Das Vertrauen deutschsprachiger Investoren in den Markt Italien ist im Steigen begriffen; wir nutzen dieses Interesse verstärkt, um Südtirol als Wirtschaftsstandort ins Gespräch zu bringen“, sagt BLS-Direktor Ulrich Stofner. Auf dem Programm standen Veranstaltungen in München, Halle, Dresden und Graz mit Unternehmern und Entscheidungsträgern aus der Wirtschaft.

„Seit Ende vergangenen Jahres verzeichnen wir wieder verstärkt Anfragen von deutschen und österreichischen Unternehmern, die sich für den Wirtschaftsstandort Südtirol interessieren und konnten bereits einige Ansiedlungen aus diesen Ländern abschließen“, sagt Petra Seppi, die Leiterin der Abteilung Business Development bei BLS. Sie führt dieses wachsende Interesse einerseits auf die Arbeit der Regierung Renzi zurück, andererseits aber auch auf die konsequente Marktbearbeitung durch die BLS. „Wir treten als Referenten oder Gesprächspartner bei einschlägigen Veranstaltungen in den deutschsprachigen Ländern kontinuierlich mit Unternehmen in Kontakt, die sich gut in das Südtiroler Wirtschaftssystem integrieren. Bei diesen Events präsentieren wir Südtirol als Brücke zwischen Nord und Süd und als Innovationsstandort“, so Seppi. Zudem habe man zwei Veranstaltungen in Südtirol selbst etabliert, um die Vertriebsbemühungen im Ausland noch zu unterstützen: Bei COLLEGATI treffen sich Multiplikatoren aus der Wirtschaft zum Netzwerken, und PONTI ist ein Informationsevent samt Kooperationsbörse für Leaderunternehmen eines spitz definierten Sektors.

Wie innovativ Südtirols Unternehmen unterwegs sind, erzählte BLS etwa kürzlich Unternehmern und Entscheidungsträgern aus Verbänden und Handelskammern, Wirtschaft und Politik bei einem „LunchBriefing Special“ von Munich Network, eines Unternehmernetzwerks von Technologieunternehmen in der Region München. Thema war die Rolle von Wasserstoff in der Mobilität – und welche Lösungsansätze sich hierzu in Südtirol herauskristallisieren. Als Referenten konnten Walter Huber vom Institut für Innovative Technologien IIT Bozen, Leonhard Künig von den GKN Sinter Metals Bruneck und Thomas Zorn von der Linde AG gewonnen werden. Fabian Haas von der BLS lieferte ergänzende Infos zum Innovationsstandort Südtirol. „Rund um unser Wasserstoffzentrum in Bozen ergeben sich interessante internationale Kooperationen. Die Veranstaltung in München war ein idealer Moment, um zusammen mit BLS Südtirols Vorzüge aufzuzeigen und neue Geschäftskontakte anzubahnen“, so Walter Huber vom IIT.

Um den Brückenstandort Südtirol zwischen Nord und Süd ging es hingegen bei drei weiteren Events: In Halle lud die BLS gemeinsam mit der Industrie- und Handelskammer Halle-Dessau und der italienischen Handelskammer für Deutschland zu einem Workshop über den Wirtschaftsstandort Südtirol und Italien. Und bei zwei „Südtirol Marenden“ in Dresden und Graz mit Unternehmern gab es wichtige Informationen über die Wirtschaftssituation in Italien, den Standort Südtirol und seine Vorzüge sowie alles Wissenswerte zu einem eventuellen Markteintritt in Italien – von steuerlichen Aspekten bis zu Rechtsfragen. In Planung sind weitere Unternehmertreffen in Bayern, Baden-Württemberg und Oberösterreich.

Von: ©lu

Bezirk: Bozen