Bosch beruft sich auf Zeugnisverweigerungsrecht

Bosch verweigert Herausgabe von Dokumenten in Dieselaffäre

Samstag, 12. Mai 2018 | 13:48 Uhr

Der Autozulieferer Bosch weigert sich laut einem “Spiegel”-Bericht, in einem Verfahren zum Abgas-Skandal dem Landgericht Stuttgart Einsicht in angeforderte Dokumente zu geben. Dem Magazin zufolge hatte ein Richter Bosch aufgefordert, verschiedene Unterlagen zur Verfügung zu stellen. Der Autozulieferer habe jedoch die Herausgabe abgelehnt und sich dabei auf das Zeugnisverweigerungsrecht berufen.

Ein Sprecher von Bosch wollte sich am Samstag unter Verweis auf laufende Ermittlungen nicht zu dem Thema äußern. Bosch hatte VW mit Grundversionen einer Software zur Motorsteuerung und Abgasreinigung beliefert. Weil das Programm möglicherweise von dem Autobauer zur Manipulation von Stickoxid-Werten genutzt wurde, ermittelt die Staatsanwaltschaft Stuttgart auch gegen Bosch-Mitarbeiter.

In den USA, wo die VW-Abgasaffäre im September 2015 bekanntgeworden war, laufen ebenfalls Verfahren. Bei den in Stuttgart eingeforderten Dokumenten soll es sich nach Informationen des “Spiegel” unter anderem um E-Mails zwischen Mitarbeitern von Bosch und Volkswagen im Jahr 2007 handeln.

Von: APA/dpa