Nicht alles was zwitschert ist lebendig

Bots stecken hinter bis zu 15 Prozent der Twitter-Accounts

Dienstag, 14. März 2017 | 10:40 Uhr

Bei Twitter melden sich längst nicht nur Menschen, sondern auch zahlreiche Maschinen zu Wort. Hinter 9 bis 15 Prozent der Accounts bei dem Kurznachrichtendienst stecken sogenannte Social Bots, also Computer-Software, wie aus einer Studie von Forschern der Indiana University und der University of Southern California hervorgeht.

Um zu diesen Ergebnissen zu gelangen, haben die Wissenschafter ein Modell zum Erkennen von Bot-Accounts geschaffen, das öffentliche Daten und Metadaten von Twitter-Konten auf mehr als Tausend Merkmale hin analysiert – darunter Freunde, Inhalt und Stimmung von Tweets oder auch Netzwerk- und Aktivitätsmuster.

Wer einen bestimmten Twitter-Account auf Bot-Aktivität hin überprüfen möchte, kann die Erkennungs-Infrastruktur unter http://truthy.indiana.edu/botornot ausprobieren. Diese muss allerdings Zugriff auf die Programmierschnittstelle (API) von Twitter haben, weshalb der Nutzer aufgefordert wird, sich anzumelden. Den Wissenschaftern zufolge werden dabei aber keinerlei Informationen des eigenen Accounts ausgelesen.

Die Erkennung funktioniert laut den Angaben am besten mit englischsprachigen Konten und liefert bei Accounts in anderen Sprachen weniger verlässliche Ergebnisse.

Von: APA/dpa

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