Landtagsabgeordneter Walter Blaas fordert Aufklärung

Breitbandnetz auch für Südtirol?

Montag, 27. Juni 2016 | 11:47 Uhr

Bozen – Die italienische Regierung will in den nächsten drei Jahren 224 Städte mit Breitbandinternet versorgen. Damit soll die Digitalisierung Italiens beschleunigt werden. 4,9 Milliarden Euro will der Staat für das Projekt zur Verfügung stellen. Der Freiheitliche Landtagsabgeordnete Walter Blaas informierte sich in einer Landtagsanfrage, ob auch Südtirol in den Genuss dieses staatlichen Programms kommt.

Landesrätin Waltraud Deeg teilt dem Abgeordneten in ihrem Antwortschreiben mit, dass das staatliche Programm zur Anbindung des Territoriums an schnelle Internetverbindungen im Zusammenhang mit demselben Plan der Südtiroler Landesverwaltung stehe. Demnach sollen in einem ersten Schritt all jene Zonen in die Ausbauprogramme aufgenommen werden, die als sogenannte „weiße Zonen mit Marktversagen“ eingestuft seien. In Südtirol werden diese Arbeiten, in Abweichung von der gesamtstaatlichen Ausrichtung, nicht von der staatlichen Inhouse-Gesellschaft Infratel, sondern von der Landesverwaltung selbst koordiniert, so Deeg.

Auf Blaas‘ Frage, welche Investitionssumme von staatlicher Seite für Südtirols Breitbandnetz vorgesehen sei, antwortet Landesrätin Deeg, dass der Staat den Breitbandausbau in Südtirol über mehrere Schienen finanziere. So seien in den Bereichen der EU-Programme in der Gesamthöhe von rund 37 Mio. Euro ca. 30 Prozent an staatlichen Geldern enthalten. Für den Ausbau der Zonen in den Clustern C und D seien die Zuweisungen des Staates an die einzelnen Regionen und Provinzen noch nicht erfolgt, da das entsprechende Notifizierungsverfahren der EU-Kommission noch nicht abgeschlossen sei, teilt Deeg mit.

Welche Städte und Ortschaften in Südtirol mit dem staatlichen Breitbandausbau erschlossen werden, könne Landesrätin Deeg jedoch nicht bekannt geben, da die Planungsphase noch nicht abgeschlossen sei.

Von: ©luk

Bezirk: Bozen