Lkw-Fahrverbot am 3. Oktober

Brenner: Italiens Frächter kritisieren erneut Tirols Pläne

Montag, 01. Oktober 2018 | 16:45 Uhr

Der Präsident des italienischen Frächterverbands ANITA, der Südtiroler Thomas Baumgartner, hat erneut gegen “einseitige” Pläne Tirols für Maßnahmen zur Einschränkung des Lkw-Verkehrs über den Brenner protestiert. Diese würden sich negativ auf das leichte Wirtschaftswachstum in Italien auswirken, das lediglich auf Ausfuhren basiere, so Baumgartner.

Der Südtiroler bezog sich unter anderem auf das Lkw-Fahrverbot am 3. Oktober, dem Tag der deutschen Einheit. “Die einseitigen Maßnahmen Österreichs beeinträchtigen die Wettbewerbsfähigkeit der italienischen Unternehmen”, so Baumgartner in einer Presseaussendung.

Baumgartner bemängelte, dass das Brenner-Meeting, bei dem Österreich, Italien, Deutschland und die EU gemeinsame Lösungen für den Brenner-Transit hätten verhandeln sollen, bisher zu keinerlei Resultaten geführt hätte. “Dieser Verhandlungstisch hat sich bisher als vollkommen nutzlos erwiesen, weil Österreich allein vorgeht”, kritisierte Baumgartner.

Der Südtiroler kritisierte zudem die Pläne Tirols, künftig auch Lkw der Abgasklasse EURO 6 a-c in das sektorale bzw. Nachtfahrverbot aufzunehmen. Lediglich die Unterkategorie “d” solle weiter davon ausgenommen bleiben. “Das ist ein unannehmbarer Plan, der nicht nur dem italienischen Transport- und Logistiksystem, sondern der gesamten “Made in Italy-Produktion” riesige Schäden zufügen wird. Wir fordern einen dringenden und sofortigen Eingriff Brüssels, damit die angekündigten Maßnahmen nicht ergriffen werden”, so Baumgarnter.

Von: apa

Bezirk: Wipptal