"Brauchen starke und verlässliche Partner"

Brenner-Transit: Platter akzeptiert “vorerst” Hofers “Klarstellung”

Mittwoch, 14. Februar 2018 | 13:25 Uhr

Tirols Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP) will die “Klarstellung” von Verkehrsminister Norbert Hofer (FPÖ) gemeinsam für eine Lkw-Obergrenze zu kämpfen “vorerst akzeptieren”. “Unter der uns zugesagten vollen Unterstützung im Kampf gegen den Transit verstehe ich, dass unsere Interessen gegenüber Deutschland und Italien mit Stärke vertreten werden”, meinte Platter am Mittwoch zur APA.

Diese Unterstützung sehe er bei Bundeskanzler Sebastian Kurz (ÖVP) und der gesamten Bundesregierung, so der Landeshauptmann weiter. Wie sich derzeit herausstelle, seien die Maßnahmen der vergangenen Jahre zur Eindämmung des Transits zu wenig gewesen. “Daher brauchen wir nun starke und verlässliche Partner in Wien und Brüssel”, stellte Platter klar. Die Korridormaut, eine Lkw-Obergrenze und die Blockabfertigung seien nicht verhandelbar, betonte der Landes-Chef und forderte gleichzeitig von Verkehrsminister Hofer Maßnahmen und zwar “jetzt und nicht erst in zehn Jahren”.

Die Tiroler Grünen sahen in der Beantwortung der parlamentarischen Anfrage indes “entlarvende Aussagen” von Hofer. Die Lkw-Obergrenze soll durch eine Alpentransitbörse ermöglicht werden, erklärte Klubobmann Gebi Mair. Eine Studie aus dem Jahr 2014 im Auftrag der Europaregion Tirol-Südtirol-Trentino habe ergeben, dass eine Alpentransitbörse rechtlich machbar sei und lediglich am politischen Willen der Nationalstaaten hänge. Offenbar sei der FPÖ-Verkehrsminister noch nicht auf dem aktuellen Stand der Anti-Transit-Diskussion angelangt, meinte Mair. “Die Alpentransitbörse ist rechtlich machbar. Die Alpenregionen sind dafür. Nun darf uns die schwarz-blaue Bundesregierung nicht im Stich lassen”, forderte der Klubobmann.

Liste Fritz Klubobfrau Andrea Haselwanter-Schneider meinte hingegen, dass Hofer den Tirolern in den Rücken falle. “Der Verkehrsminister fällt schon um, bevor er überhaupt aufgestanden ist. Der Verkehrsminister soll nicht erklären, was nicht geht, sondern er soll schauen, dass es geht”, sagte Haselwanter-Schneider. Erstaunlich sei, dass derselbe Minister, der “eine Obergrenze gegen flüchtende Menschen befürwortet, keine Obergrenze für Lkw zustandebringen will”.

Von: apa

Kommentare

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6 Kommentare auf "Brenner-Transit: Platter akzeptiert “vorerst” Hofers “Klarstellung”"


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Guri
Guri
Grünschnabel
10 Tage 14 h

was soll er auch sagen , die Realität ist so , die Strecke gehört ausgebaut ! mautstellen weg , Tunnels , drei Spuren , der Verkehr wird in Zukunft noch steigen

Ralph
Ralph
Superredner
10 Tage 11 h

solche typen. unglaublich. solange der brennerbasistunnel nicht fertig ist kann man doch nicht den verkehr einschränken. was soll das bringen???
die bestehende eisenbahntrasse ist 150 jahre alt und an der kapazitätsgrenze angekommen.
wo bleibt der Hausverstand???

Guri
Guri
Grünschnabel
10 Tage 11 h

wir haben zwei mautstellen in unmittelbarer Nähe die ein Nadelöhr darstellen , Sterzing und Schönberg , Technik wie vor 100 Jahren , . dazu kommt das italienische Maut system wo jeder anhalten muss um ein ober aus zu fahren , die Pustertaler Kreuzung , eine Zumutung um nur einige Beispiele zu nennen . Ein paar Maßnahmen würden genügen um den Verkehr besser am laufen zu halten

Stadtler
Stadtler
Grünschnabel
9 Tage 21 h

Wieder einmal eine für diese Forum übliche dumme Aussage, wo es inhaltlich nur darum geht, über Italien zu schimpfen. Ich fahre ca. 30-40 mal iim Jahr die Strecke Bozen München. Bei Sterzing läufts eigentlich immer, schliesslich gibts eine Telepass!!!! Bei Schönberg wirds schon etwas schlechter. Da gibt es weit weniger Mauthäuschen und nur 2 oder 3 Videomautspuren. Bei Kufstein steht man fast immer, weil deine deutschen Freinde in jedes Auto reinschauen müssen. Dort drinnen könnten sich ja die Geister beginden, die sie gerufen haben und nicht mehr loswerden!!!

schreibt...
schreibt...
Grünschnabel
10 Tage 7 h

Wenn wir Anfang Februar schon Erdbeeren, Marillen usw haben müssen. Die Regale in den Geschäften immer voll sein müssen. Wenn wir zu jeder Zeit alles haben wollen… Dann wird der Lkw Verkehr niemals reduziert werden können!

DasFitteFlittchen
DasFitteFlittchen
Grünschnabel
10 Tage 5 h

Eine Obergrenze mag zwar rechtlich möglich sein, sie funktioniert aber nicht! Nur weil man den LKW verbietet durchzufahren sind sie trotzdem da.
Und nebenbei ist kein LKW, welche alle nur für uns unterwegs sind, umsonst unterwegs im Gegensatz zu vielen PKW.

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