40 Euro pro Lkw-Fahrer bei Tests in Sterzing in Südtirol

Brenner: Italienische Frächter beklagen Kosten der Abstriche

Dienstag, 23. Februar 2021 | 16:15 Uhr

Der italienische Frächterverband Conftrasporto kritisiert, dass italienische Lkw-Fahrer, die den Brenner überqueren müssen, ab Dienstag 40 Euro für den Anti-Covid-Test in Sterzing in Südtirol ausgeben müssen. “Die Pflicht für Lkw-Fahrer, sich Tests zu unterziehen, ist eine weitere Hürde für den freien Warenverkehr und ein schwerer Schaden für Italiens bereits belastetes Wirtschaftssystem”, so Conftrasportos Präsident Paolo Uggé in einer Presseaussendung am Dienstag.

Der Verband forderte, dass auch Italien aus Tirol kommende Lkw-Fahrer testen soll und forderte die italienische Regierung auf, Druck auf die EU-Kommission gegen Österreichs Transitmaßnahmen auszuüben. “Seit Jahren zwingt uns Österreich Einschränkungen beim Lkw-Verkehr auf”, kritisierte Uggé.

Dabei sei der Brenner die Brücke zwischen Italien und dem restlichen europäischen Markt. 4,5 Millionen Lkw überqueren jährlich den Brenner. “Für jede Stunde Verspätung bei der Überquerung des Brenner-Passes entstehen Verluste für Italien”, so der Conftrasporto-Präsident.

FH: „Kompatscher muss Testchaos am Brenner beenden“

Die Freiheitlichen fordern Landehauptmann Kompatscher auf, nicht länger darauf zu warten, bis sich Staaten und EU über die Einführung sogenannter grüner Korridore geeinigt hätten, sondern selbst einzuspringen und für einen geregelten Ablauf am Brenner zu sorgen. „Österreich hat es sich leicht gemacht und das Problem an der deutschen Grenze einfach auf den Brenner verlagert, doch die Landesregierung kann nicht länger auf die „grünen Korridore“ warten, sondern muss den Fahrern und Transportunternehmen sofort beistehen und die prekäre Situation durch zusätzliche Testlinien entlasten. Auch das Trentino steht in der Verantwortung aktiv mitzuhelfen“, so F-Obmann Andreas Leiter Reber.

Von: apa

Bezirk: Bozen, Wipptal