Mehr als jeder zehnte Job wird abgebaut

Britischer BT-Konzern baut 13.000 Jobs ab

Donnerstag, 10. Mai 2018 | 11:28 Uhr

Der britische Telekomkonzern BT streicht mehr als jeden zehnten Job. 13.000 Stellen sollen vor allem im Verwaltungsbereich wegfallen, kündigte das Unternehmen am Donnerstag an. Es ist der größte Stellenabbau bei dem ehemaligen Monopolisten seit 2008. BT – wozu der größte britische Mobilfunkanbieter EE gehört – will zugleich 6.000 neue Arbeitsplätze für Ingenieure und im Kundendienst schaffen.

“Wir müssen sicherstellen, dass wir in Zukunft wettbewerbsfähig sind und unseren Kunden Produkte und Dienstleistungen zum richtigen Preis anbieten können”, begründete Konzernchef Gavin Patterson den Schritt. So wolle man die Umstellung auf Glasfieberleitungen und den neuen Mobilfunkstandard 5G meistern. Der Konzern sei verglichen mit den Konkurrenten “zu komplex und übergewichtig”. Binnen drei Jahren will das Unternehmen durch den Stellenabbau rund 1,5 Milliarden Pfund (1,72 Mrd. Euro) einsparen.

Im Geschäftsjahr 2017/18 (31. März) halfen die in der Vergangenheit eingeleiteten Stellenstreichungen dabei, die Probleme etwas abzufedern. So sank der bereinigte Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (Ebitda) in den zwölf Monaten bis Ende März trotz der Investitionen in neue Technologien und der Verbesserung der Kundendienstleistungen nur um zwei Prozent auf 7,51 Milliarden Pfund, wie die Gesellschaft am Donnerstag in London mitteilte. Der Umsatz ging um ein Prozent auf 23,7 Milliarden Pfund zurück.

Damit verfehlte BT beim Umsatz die eigene Prognose. Der Konzern hatte einen stabilen Erlös in Aussicht gestellt. Das operative Ergebnis lag am unteren Rand der Zielspanne. Im laufenden Geschäftsjahr geht BT von einem Umsatzrückgang um rund 2 Prozent aus. Zudem soll das operative Ergebnis auf 7,3 bis 7,4 Milliarden Pfund sinken.

Im vierten Quartal ging der Umsatz von BT um drei Prozent auf knapp 6 Milliarden Pfund zurück. Damit verfehlte der Konzern die Analystenerwartungen. Der Aktienkurs brach um fast 8 Prozent ein und fiel dadurch auf das Niveau von 2012 zurück.

Von: APA/dpa/ag.