Straßengüterverkehr auf Brennerstrecke nimmt seit 2013 kontinuierlich zu

Brüssel billigt Beihilfen für Schienengüterverkehr am Brenner

Donnerstag, 07. Dezember 2017 | 08:22 Uhr

Die EU-Kommission hat grünes Licht für Beihilfen Italiens zur Verlagerung des Güterverkehrs von der Straße auf die Schiene in der Provinz Bozen gegeben. Ziel ist die Erhöhung des Anteils der Schiene und des intermodalen Güterverkehrs auf der Brennerstrecke, die Deutschland, Österreich und Italien miteinander verbindet.

Die Brüsseler Behörde verweist darauf, dass im Jahr 2015 auf der Brennerroute 43,9 Millionen Tonnen Fracht befördert wurde, davon 71 Prozent auf der Straße und 29 Prozent per Eisenbahn. Das Gesamtvolumen des Straßengüterverkehrs in diesem Bereich nehme aber seit 2013 kontinuierlich zu. Dieser Trend laufe dem Ziel der Kommission entgegen, den Güterverkehr von der Straße auf die Schiene zu verlagern und wirke sich negativ auf die Luftschadstoffkonzentration entlang des Brennerkorridors aus.

Die Regelung Italiens umfasst ein Gesamtbudget für den Ausbau des Schienengüterverkehrs von neun Millionen Euro bis 2019. Vorgesehen sind Beihilfen für Güterbeförderungen, die von Eisenbahnunternehmen und Betreibern multimodaler Verkehrsdienste auf dem Korridorabschnitt zwischen Brenner und Salurn in Südtirol durchgeführt werden. Der Abschnitt umfasst eine Bahnstrecke von 120 Kilometern sowie 116 Kilometer Autobahn.

Von: apa

Bezirk: Bozen