Wiederaufnahme und Neubewertung der Projekte

Busbahnhof: hds für Aufwertung der Zone unter zwei Bedingungen

Mittwoch, 30. September 2015 | 11:18 Uhr

Bozen – Grundsätzlich positiv sieht der hds- Handels- und Dienstleistungsverband Südtirol die Wiederaufnahme der Diskussion und die Neubewertung der Situation rund um die Aufwertung des Areals Busbahnhof in Bozen. Nun gilt es nicht stehen zu bleiben, sondern an der Aufwertung des Areals weiterzuarbeiten. „Unser Ziel bleibt nach wie vor die Wiederbelebung dieser für die Stadtentwicklung strategisch wichtigen Zone. Allerdings darf die Einberufung der zuständigen Dienststellenkonferenz ausschließlich unter zwei Bedingungen erfolgen“, betont hds-Präsident Walter Amort.
 
Erste Voraussetzung sei, dass nicht nur das Projekt Kaufhaus Bozen, sondern auch weitere Projekte zugelassen und neu geprüft werden, die die Zukunft des Busbahnhofareals mit eigenen Ideen, Konzepten und tragenden Investitionen gestalten möchten. „Wesentlich ist es, neue, nachhaltige Projektvorschläge zu finden, von dem alle Bürger profitieren und wodurch die Stadt an Attraktivität gewinnen kann. Ein neues Projekt soll sich in das sozialwirtschaftliche Stadtbild einfügen, das bestehende wirtschaftliche Gleichgewicht festigen und auch die Unternehmerschaft vor Ort einbinden“, so Amort.
 
Die zweite Voraussetzung sei, dass die vom Stadtrat festgelegten Ausschreibungskriterien ohne Wenn und Aber einzuhalten seien. Dies sei die primäre Aufgabe der Dienststellenkonferenz. „Vor allem geht es darum, dass die von den Projektanten vorgesehenen Handelsflächen den Kriterien entsprechen – sprich im konkreten Fall, dass die festgelegten 22.000 Quadratmeter Verkaufsfläche auch alle sonstigen für den Einzelhandel vorgesehenen Nebenflächen (wie Gänge, Magazine, Stiegen, Rolltreppen, oder Aufzüge) beinhalten“, betont der hds-Präsident.
 
Der hds hat bereits im Juni festgestellt, dass das geplante Projekt Kaufhaus Bozen Unregelmäßigkeiten aufweist. Von daher war für den Verband die Nicht-Genehmigung des Projekts von Seiten des Gemeinderates klar, da es den technischen Ausschreibungskriterien nicht entsprochen hat.
 
Der hds stellt in diesem Zusammenhang abermals klar, dass er sich nicht der Umgestaltung und Aufwertung des Areals Busbahnhof verschließe. Der hds erwartet sich aber von Politik und Technikern eine konsequente und gesetzeskonforme Vorgangsweise und die gewissenhafte Einhaltung der getroffenen Vereinbarungen. Dies deshalb, damit die gesetzlichen Rahmenbedingungen für alle Wirtschaftstreibenden gleichermaßen Gültigkeit haben.

Von: lu

Bezirk: Bozen