Protest gegen Lkw-Fahrverbot

Chaos auf Brennerautobahn: Italiens Frächter kritisieren Tirol

Montag, 04. Februar 2019 | 09:25 Uhr

Nachdem Schneefälle in Südtirol am Wochenende für einen Ausnahmezustand auf der Brennerautobahn (A22) gesorgt hatten, machen Italiens Frächter die Lkw-Fahrverbote Tirols für das Chaos verantwortlich. “Das Chaos ist nicht den auf Schnee unvorbereiteten Lkw-Fahrern, sondern einfach Österreichs Lkw-Blockadepolitik zuzuschreiben”, hieß es in einer Presseaussendung der Frächter.

Seit Jahren gebe es für Lkw keine Winter- und Sommerreifen, sondern lediglich Reifen für jede Wetterbedingungen. “Niemand darf daher behaupten, dass das Chaos auf der A22 auf die Sommerreifen einiger Lkw zurückzuführen ist”, so Thomas Baumgartner, Präsident des Frächterverbands Anita. “Wie seit langer Zeit der Fall, bildete sich Freitagabend wegen des Nachtfahrverbots, das nun auch auf Samstagfrüh ausgedehnt wurde, eine lange Kolonne von Lkw auf der südlichen Seite des Brenners. Wegen des Schneefalls und der Präsenz der Lkw auf der rechten Spur war eine optimale Straßensäuberung auf der Autobahnstrecke nicht möglich”, meinte Baumgartner.

Der Präsident des Frächterverbands rief die italienische Regierung auf, Druck auf Österreichs gegen Tirols “einseitige Politik” in Sachen Lkw-Verkehr auszuüben. Diese verursache nicht nur lange Kolonnen auf der A22, sondern schade der Südtiroler und der italienischen Wirtschaft.

Der Leiter der Verkehrsabteilung der Tiroler Polizei, Markus Widmann, kritisierte indes in der “Tiroler Tageszeitung” (Montagsaugabe) das Verhalten der Verkehrsteilnehmer. Diese seien “sehenden Auges in das Chaos” gefahren. Am Samstag sei die Sperre des Brenners für Lkw ab 8.00 Uhr und für Pkw ab 13.00 Uhr teils schon ab Bayern angezeigt worden – trotzdem habe sich der Verkehr ungerührt Richtung Süden weiterbewegt. “Die Leute steuerten trotz Überkopfwarnung, Verkehrsfunk und Navi direkt in den Stillstand”, so Widmann.

Zudem wurde die unzureichende Winterausrüstung von Lkw bemängelt. Diese hätten teils noch ohne Rücksicht auf Verluste versucht, vor dem Wochenendfahrverbot nach Italien zu kommen.

Von: apa

Bezirk: Bozen, Wipptal

Kommentare

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17 Kommentare auf "Chaos auf Brennerautobahn: Italiens Frächter kritisieren Tirol"


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aristoteles
aristoteles
Universalgelehrter
11 Tage 15 h

ja wenn wir nicht mehr weiter wissen, geben wie einfach den ösis die schuld. ist einfacher und bequem. aber fest mit sommerreifen und ohne ketten die linke fahrspur besetzten. das ist natürlich normal.

oli.
oli.
Universalgelehrter
11 Tage 12 h

Es ist doch wie immer , SCHULD SIND DIE ANDEREN , ganz einfach alles wegschieben.

falschauer
falschauer
Superredner
11 Tage 8 h

das ist eben nicht normal, solche lkw gehören zwischen tn und bz aus dem verkehr gezogen, das kann jedoch nur die straßenpolizei oder die carabinieri…wo waren diese…???…unsere feuerwehren und der zivilschutz müssen sich dann mit den folgen herumschlagen….und was haben biker auf der autobahn bei schneefall verloren, das ist verboten!!!

Pacha
Pacha
Tratscher
11 Tage 15 h

Wie Herr Baumgartner, jetzt sind wieder alle Anderen Schuld nur nicht die Frächter? Man wusste schon Tage zuvor von den starken Schneefällen, man kennt die Nachtfahrverbote auf Nordtiroler Seite es war Wochenende mit Urlauberwechsel und man schickt trotzdem die Lkws noch schnell über den Brenner? Dazu noch schlecht ausgerüstet mit zun Teil unerfahrenen Fahrern? Denen am wenigsten die Schuld trifft, weil ihnen von den FRÄCHTERN angeordnet wird zu fahren! Also kein “mia culpa”?

Tantemitzi
Tantemitzi
Superredner
11 Tage 12 h

jo, man muss obo a bedenken, dass die Frächter dovon leben und vielen Orbeit gebn! wenn se ba jedem Fläckl SChnee nimma fohratn, noa tatn se eppa woll beizuichn vohungon! Und mir olle schaugatn in die Gschäfte auf leere Regale und maulatn weil mo net kriegn, wos mo welln!

Pacha
Pacha
Tratscher
11 Tage 10 h

@Tantemitzi……. als Wirtschsftstreibender muss man auch auf gewisse Situazionen vorbereitet sein um gegebenfals auch reagieren zu können. Das war aber nicht der Fall.
Wenn unsere Wirtschaft, die im Kommabereich wächst wegen einen Tag Schnee zum erliegen kommt, dann ist es besser Sie geht den Bach hinunter. Denn dann ist Sie schwach und verwundbar.

puschtro
puschtro
Grünschnabel
11 Tage 15 h

Ja genau! Wohl eher weil einige Frächter kein bisschen Hausverstand haben und die LKW mit ungeeigneter Ausrüstung herumfahren lassen. 
Tirol hat eh am Sonntag das Fahrverbot aufgehoben. Das nächste Mal sollen sies frisch lassen, dann sehen die Frächter was sie haben.

Unglaublich – JEDER beschimpft bei dieser Blamage den anderen, hätte dabei aber genug vor der eigenen Haustür zu kehren.

Dublin
Dublin
Kinig
11 Tage 15 h

…ah jetzt haben wir endlich verstanden…wegen dem Fahrverbot in Tirol müssen die Frächter-LKW die Brennerauffahrt blockieren, damit keiner mehr durchkommt…Gerechtigkeit für alle…
😂

Jo73
Jo73
Tratscher
11 Tage 13 h

Typisch Italien: Alle anderen sind immer schuld. Dieses Land wird mir immer unsympathischer. Passt irgendwie nicht zu Südtirol….

meinungs.freiheit
11 Tage 12 h

…und die Freiwilligen von Feuerwehr, Weisen Kreuz usw werden es schon gratis richten…

Dagobert
Dagobert
Universalgelehrter
11 Tage 14 h

Auf der A 22 gilt ein striktes Überholverbot für Lkw, wenn Dieses auch eingehalten worden wäre, wäre die Überholspur wohl passierbar geblieben!
Und die Motorradfahrer die ja unbedingt aufs Elefantentreffen nach DE fahren mussten, spätestens in Bozen zum umdrehen zwingen.

Socke
Socke
Tratscher
11 Tage 13 h

Das nächste mal für LKWs sperren und ruhe is!!

honsi
honsi
Grünschnabel
11 Tage 12 h

Man merkt in welchen Luxus wir leben.. ein Tag ohne Autobahn und die Welt dreht sich scheinbar nicht mehr.

franzsimmer
franzsimmer
Grünschnabel
11 Tage 4 h

was ist das für ein Käse. honsi? Es geht nicht darum dass die Autobahn zu war, das wäre ja noch kein Problem gewesen. Es geht darum, dass Leute vor allem Kinder einen ganzen Tag auf der Autobahn eingesperrt waren.

Was hat das mit Luxus zu tun?

Boerz
Boerz
Grünschnabel
11 Tage 12 h

in erster linie sind die LKW fahrer selbst schuld denn der Fahrer ist verantwortlich für sein Fahrzeug!! und wer mit solchen Stassenverhältnissen OHNE Ketten unterwegs ist, mit 40 Tonnen auf dem Puckel ist fahrläsdig unterwegs. punkt

Guri
Guri
Tratscher
11 Tage 12 h

kritisieren können sie die A22 in Trient ! die es nicht schaffen eine Ketten Pflicht auf die Beine zu stellen !

DeziBel
DeziBel
Grünschnabel
11 Tage 12 h

Lächerliche Aussagen.

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