Exportfirmen spüren die politischen Spannungen.

China setzt deutsche Exportfirmen in Europa unter Druck

Sonntag, 22. August 2021 | 10:20 Uhr

Die deutsche Exportwirtschaft gerät Ökonomen zufolge auch in Europa zunehmend unter Druck durch chinesische Rivalen. “Mit China erwächst Deutschland eine starke Exportkonkurrenz nicht nur global, sondern auf dem eigenen europäischen Heimatmarkt”, sagte IW-Ökonom Jürgen Matthes der Zeitung “Welt am Sonntag”.

Demnach zeigt eine Studie des arbeitgebernahen Instituts der deutschen Wirtschaft (IW), dass die Volksrepublik ihre Ausfuhren in die EU in den Jahren 2000 bis 2019 deutlich verstärkt habe. Dazu zählten zunehmend anspruchsvolle Industriewaren, die lange als Domäne der deutschen Wirtschaft galten. “Deren Anteil an den EU-Importen aus China in allen Produktgruppen stieg von 50,7 Prozent im Jahr 2000 auf 68,2 Prozent im Jahr 2019”, wird die IW-Erhebung zitiert.

Die Volksrepublik exportiere nicht mehr nur einfache Produkte wie Textilien, Spielzeug oder standardisierte Unterhaltungselektronik, sagte Matthes laut dem Blatt. Längst gehörten auch der Maschinenbau, pharmazeutische Produkte und der Automobilsektor dazu.

Von: APA/Reuters

Kommentare

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11 Kommentare auf "China setzt deutsche Exportfirmen in Europa unter Druck"


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Orbeitstrottl
Orbeitstrottl
Tratscher
1 Monat 21 h

Die Chinesen führen epes im Schilde

sophie
sophie
Universalgelehrter
1 Monat 17 h

@Orbeitstrottl

Man sagt ja immer: Die gelbe Gefahr!!! Und das wirtschaftlich, sowie auch Miltärisch.

olter
olter
Tratscher
1 Monat 15 h

“Die gelbe Gefahr!!!”
In welchen … Zirkeln verkehren Sie denn?

Neumi
Neumi
Kinig
1 Monat 1 Tag

Dazu kommen noch einfache Bestandteile wie z.B. Ösen für Schuhbänder, die weltweit sonst kaum noch jemand herstellt – falls überhaupt. Alle Schuhhersteller – von Noname über Nikey bis zu den ganz teuren Marken – besorgen sich diese aus China.

Tigre.di.montana
1 Monat 20 h

Ich sehe aber auvh hochwertige europäische Produkte, wie z.B. die in Italien produzierten Bewässerungspumpen von Pedrollo. Produkte mit europäischem Etikett aber produziert in China sollte man eher im Baumarkt stehen lassen.

NurMalSo
NurMalSo
Grünschnabel
1 Monat 19 h

Der Westen hat sich von China abhängig gemacht. Eine neue Großmacht entsteht und das wird vor allem den US nicht schmecken..

sophie
sophie
Universalgelehrter
1 Monat 16 h

Die EU müsste einen Gegenpol errichten, was wiederum nicht einach sein dürfte, da zuwenig Zusammhalt besteht und jades Land seine eigene Suppe kochen will mit Deutschland an der Spitze. Aber nur so kann der Chinesische Import gebremst werden.

peterle
peterle
Universalgelehrter
1 Monat 15 h

Muss Deutschland zwingend der EU Exportweltmeister bleiben? Sie geben den Wert doch auch nicht umsonst weiter.

Offline
Offline
Kinig
1 Monat 15 h

Jahrzehntelang haben westliche Politiker, Diplomaten und Unternehmensstrategen den chinesischen Markt als ihren Zukunftsmarkt hoffentlich. Jeder wollte sich ein möglichst großes Stück vom Kuchen sichern. Es wurden Technologien (Transrapid, Kuba Roboter uvm.) ja ganze Industrien, in Milliardenwerten mit Unterstützung der Weltbank nach China transferiert. Und anstelle sich von der Topqualität zum Kauf im Westen animieren zu lassen, haben die fleißigen Chinesen ihre besten Ingenieure eingesetzt, fleißig KOPIERT, nachgebaut und damit den Spieß umgedreht.

sophie
sophie
Universalgelehrter
1 Monat 17 h

Man sollte ja beim Einkaufen, dort wo Made in China drauf steht, im Laden stehen lassen, was nicht immer einfach ist wenn das fast auf jedem Produkt drauf steht

eisern
eisern
Superredner
1 Monat 14 h

Geld regiert die Welt und die Chinesen haben den Kapitalismus begriffen und zeigen dem arroganten Westen wie es richtig geht. Selbst Schuld wenn man seine Technologien verkauft hat.

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