App des Uber-Rivalen Didi wurde gleich nach dem Börsengang gesperrt

China zieht Daumenschrauben für Börsengänge im Ausland an

Samstag, 10. Juli 2021 | 09:13 Uhr

China verschärft die Regeln für einen Börsengang heimischer Unternehmen im Ausland. Unternehmen mit Daten von mehr als einer Million Nutzern müssen sich künftig einer Sicherheitsüberprüfung unterziehen, bevor sie an einem Aktienmarkt im Ausland Anteilsscheine ausgeben dürfen, wie die nationale Cyberspace-Aufsicht (CAC) am Samstag mitteilte.

Dabei werde im Fokus stehen, ob die Daten nach einem Börsengang im Ausland von ausländischen Regierungen beeinflusst, kontrolliert oder manipuliert werden könnten. Erst kürzlich war die Behörde gegen den chinesischen Fahrdienst-Vermittler Didi vorgegangen und hatte nur wenige Tage nach dessen milliardenschwerem US-Börsendebüt die App des Uber-Rivalen mit Verweis auf die nationale Sicherheit für den Download gesperrt. Als Grund wurden schwere Verstöße bei der Sammlung und Nutzung persönlicher Daten durch das Unternehmen genannt.

Mit dem Vorgehen verschärft China den Umgang mit der sogenannten “Plattform-Ökonomie”, bei der es um die Vermittlung von Transaktionen im Internet geht. Die Ankündigung, dass sich diese chinesische Firmen künftig Pläne für einen Börsengang im Ausland absegnen lassen müssen, könnte zudem vor allem den IPO-Markt in den USA empfindlich treffen. Zumal auch die chinesische Finanzaufsicht CSRC bereits börsennotierte Firmen genauer unter die Lupe nehmen will. In den vergangenen zehn Jahren waren die USA für chinesische Unternehmen eine wichtige Finanzierungsquelle. Dem Daten-Anbieter Refinitiv zufolge wurde seit Jahresbeginn bei insgesamt 34 Emissionen die Rekordsumme von 12,5 Milliarden Dollar (10,54 Mrd. Euro) eingesammelt. Im Vorjahreszeitraum waren es lediglich vierzehn Debüts mit einem Gesamtvolumen von 1,9 Milliarden Dollar gewesen.

Von: APA/Reuters

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4 Kommentare auf "China zieht Daumenschrauben für Börsengänge im Ausland an"


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Johannes
Johannes
Tratscher
18 Tage 14 h

China will die Weltherrschaft. Dafür ist jedes Mittel recht. China hat seine Tentakel bereits weit in die westliche Welt gestreckt, sich in vielen Ländern Afrikas eingenistet und bereits in etlichen EU Ländern Fuß gefasst. Der Haupthafen Griechenlands, gehört China. Ebenso hat China Allianzen mit Russland, Iran und Indien geschmiedet. HongKong bereits fast anektiert und der nächste Schritt wird der Einmarsch in Taiwan sein. Eine globales Desaster für die Westliche Welt! Bereits heute sind die USA und Europa zu schwach um dieses totalitäre Regim zu stoppen.

Wiesodenn
Wiesodenn
Tratscher
18 Tage 12 h

Die USA haben in fast allen großen europäischen Unternehmen große Beteiligungen und somit auch einen riesigen Einfluß in Europa.
Als Beispiel sei BAYER genannt: amerikanische und englische Investmentfonds haben die Aktienmehrheit.

Bläckrock ist an allen DAX-Unternehmen mit einem erheblichen Prozentsatz beteiligt.

China hat nur wenige Beteiligungen, einige im Zusammenhang mit der Seidenstraße.

Aber die große Macht in Europa lieg nicht bei den Europäern sondern bei den amerikanischen Investmentfonds, wie Blackrick oder Vanguard und viele andere.

Die Hetze gegen China ist unerträglich.

Zefix
Zefix
Superredner
18 Tage 8 h

sein tatsachen!

Wiesodenn
Wiesodenn
Tratscher
18 Tage 15 h

Eine äußerst notwendige Maßnahme!

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