Kryptowährungen sind in Asien besonders beliebt

Chinas und Südkoreas Vorgehen lässt Bitcoin-Preise stürzen

Donnerstag, 11. Januar 2018 | 11:20 Uhr

Strenge Regulierungsbemühungen in den Krypto-Hochburgen China und Südkorea haben die umstrittene Digitalwährung Bitcoin am Donnerstag deutlich belastet. Auch andere Digitalwährungen wie Ether, Ripple und Litecoin gerieten nach den Berichten über ein Schürf-Verbot in China und ein mögliches Handelsverbot in Südkorea unter Druck.

Auf der Handelsplattform Bitstamp kostete ein Bitcoin zuletzt rund 13.800 US-Dollar, nachdem er einige Stunden zuvor noch mit knapp 15.000 Dollar gehandelt wurde. In kürzester Zeit hatte die Kryptowährung um bis zu elf Prozent nachgegeben, zuletzt waren es minus 4,5 Prozent. Die derzeit zweitwichtigste Kryptowährung Ether verlor in der Spitze neun Prozent. Ripple und Litecoin sackten um bis zu 19 beziehungsweise bis zu zehn Prozent ab.

Kryptowährungen haben in Asien eine große Fangemeinde, weshalb die Kurse auf Nachrichten aus dieser Region besonders sensibel reagieren. So hat Chinas politische Führung laut einem Bericht der US-Zeitung “Wall Street Journal” zuletzt eine Sperre für Bitcoin-Schürfer angeordnet. Diese stellen hohe Rechnerleistungen bereit, um als Entlohnung die begehrte Digital-Währung zu erhalten. Grund für diesen Schritt sei offenbar die Sorge vor einer Beeinträchtigung der Stromversorgung gewesen – das Erzeugen von Bitcoin ist extrem energieintensiv. China gilt als Heimat für große, professionelle Bitcoin-Miner.

Gleichzeitig will nun auch die südkoreanische Regierung stärker gegen Kryptowährungen vorgehen. So werde derzeit ein Gesetzesentwurf vorbereitet, der den Börsenhandel mit Bitcoin und Co. untersagt, teilte der Justizminister Park Sang-Ki mit. Bereits im Dezember hieß es, dass der Handel künftig nur noch auf bestimmten Plätzen möglich sein soll. Daraus entstandene Kapitalerträge sollen zudem besteuert werden, um die Spekulation zu begrenzen.

Von: APA/dpa

Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

4 Kommentare auf "Chinas und Südkoreas Vorgehen lässt Bitcoin-Preise stürzen"


Sortiert nach:   neuste | älteste | Relevanz
iundnitdu
iundnitdu
Neuling
7 Tage 49 Min

E Wunder, dor Grödner nou nichts kommentiert…;)

Gredner
Gredner
Superredner
6 Tage 23 h
Wieso sollte ich? Es ist nicht mein Ziel damit zu prahlen, dass ich mit meiner Prognose richtig lag.  Es ist eben doch ein Schneeballsystem, und der rollt grad den Bach hinunter…  Aber laut Einstein ist die Dummheit der Menschen unendlich, also werden sich schon noch ein paar opferbereite Investoren finden – das auf+ab geht also weiter. Aber über die Dezember-Hochs gehen die Werte nicht, denn da steigen sofort all jene aus, die nur darauf gewartet haben ohne Verlust ihre Coins wieder loszuwerden. Hast du schon einen Steuerberater gefunden? Auf Gewinne mit Bitcoins muss man wie bei allen anderen Geschäften mit… Weiterlesen »
Mastermind
Mastermind
Tratscher
6 Tage 23 h

@Gredner Die Steuer bezieht sich auf 20% des Gewinnes, da es gleich wie Aktien und Fondgewinn angesehen wird, sprich auf den Gegenwärtigen Wert 20% Steuern oder wenn ich selbst nur gekauft habe aber nicht selbst gemint habe, dann 20% auf dem Gewinn der auf das eingesetzt Kapital die Differenz macht. Sollte jetzt kein Problem sein die 20% zu zahlen, ist sogar weniger als die Mehrwertsteuer.

Gredner
Gredner
Superredner
6 Tage 23 h

@Mastermind Zur Info: seit 1. Jänner 2018 sind das nicht mehr 20% sondern 26% (Legge di Stabilità 2018).

wpDiscuz