"Annahmen des Übernahmeangebots schreiten mit Beschleunigung voran"

CiviBank: Sparkasse erreicht 56,87 Prozent

Montag, 02. Mai 2022 | 18:41 Uhr

Bozen – Die Annahmen des Übernahmeangebots schreiten mit einer deutlichen Beschleunigung voran und bestätigen, dass die Aktionäre die Vorteile der an sie gerichteten Angebote
erkennen.

Bozen – Der zunehmende Trend hält an: immer mehr Aktionäre nehmen die Angebote der Sparkasse auf Aktien und Warrants an, insbesondere nachdem die Versammlung der Inhaber von CiviBank-Warrants am 29. April für die Änderung des Reglements gestimmt hat, die eine unabdingbare Voraussetzung bildete, um die Warrants abtreten zu können.

Die bis zum heutigen Tag angedienten Aktien belaufen sich auf insgesamt Nr. 10.524.042 Aktien, die 39,78 Prozent des Gesellschaftskapital von CiviBank darstellen. Berücksichtigt man die bisher angedienten Aktien sowie jene Aktien, welche die Sparkasse bereits hält, so würde sich deren Beteiligung auf 56,87 Prozent des Gesellschaftskapitals von CiviBank belaufen. “Daraus kann man schließen, dass immer mehr historische Aktionäre die Vorteile des Angebots anerkennen.”

“Es wird außerdem darauf hingewiesen, dass zum heutigen Tag die Mehrheit des Gesellschaftskapitals (ausgenommen der Anteil, den die Sparkasse hält, und der Anteil der eigenen Aktien, welche CiviBank hält) das Angebot angenommen hat, und dies bedeutet, dass die Mehrheit am Angebot interessiert ist und es befürwortet. Was das Angebot auf Warrants anbelangt, belaufen sich die bis heute angedienten Warrants auf 36,69 Prozent der Warrants, die Gegenstand des Kaufangebots sind, wobei auch hier eine deutliche Beschleunigung festzustellen ist”, so die Sparkasse.

“Was die Rekurse vonseiten des Verwaltungsrates von CiviBank betrifft, kritisiert die Sparkasse vor allem den Zeitpunkt dieser haltlosen Aktionen der Emissionsbank, die das berechtigte
Interesse der Aktionäre an der Teilnahme an den Angeboten unberücksichtigt lassen. Die Sparkasse wird sich dafür einsetzen, dass das Verwaltungsgericht so schnell wie möglich ein Urteil fällen wird, insbesondere im Interesse der Aktionäre der CiviBank, deren Interessen durch diese Rekurse des derzeitigen Verwaltungsrates verletzt wurden”, heißt es in einer Aussendung.

Insbesondere bestätigt die Sparkasse, dass, nachdem sie einen Rekurs an den Regionalen Verwaltungsgerichtshof (TAR) mit Unterstützung ihrer Rechtsberater geprüft hat, das Genehmigungsverfahren des Übernahmeangebots unter Einhaltung aller geltenden Vorschriften erfolgte. Deshalb enthalte das Angebotsdokument keinerlei Unvollständigkeiten in Bezug auf die offenzulegenden Informationen, und die Verfügung der Börsenaufsichtsbehörde Consob vom 30. März 2022, mit der die Veröffentlichung genehmigt worden ist, sei völlig rechtmäßig erfolgt.

“Die Rekurse des Verwaltungsrates von CiviBank entbehren somit jeglicher Grundlage, werden zur Instrumentalisierung missbraucht und verletzen, auch aufgrund des Zeitpunktes, zu dem sie erfolgten, die Interessen der CiviBank-Aktionäre. Die Angebote sind seit 9. Dezember 2021 bekannt, als die Sparkasse ihre Absicht angekündigt hat, diese zu unterbreiten: Eventuelle Unregelmäßigkeiten hätten vorher erfolgen müssen. Spätestens jedoch hätten Rekurse dieser Art im Zusammenhang mit der gemäß Art. 103 des Finanzeinheitstextes TUF (Testo Unico della Finanza) vorgesehenen Mitteilung des Emittenten erfolgen müssen. Dabei wären in dieser Mitteilung auch potentielle Interessenkonflikte und die Angabe der Mehrheiten, mit denen der Verwaltungsrat des Emittenten seine Meinung zu dieser Angelegenheit geäußert hat, anzuführen gewesen. Diese Informationen hat die CiviBank bis heute der Öffentlichkeit vorenthalten”, so die Sparkasse.

Präsident Gerhard Brandstätter erklärt: „Der große Erfolg der von der Sparkasse angestrengten Übernahmeangebote ist nun klar ersichtlich. Die Aktionäre haben darauf angesprochen und tun dies auch weiterhin in zunehmendem Maße, da sich immer mehr von ihnen in die Filialen begeben. Wir sind sehr verärgert über die vom scheidenden Verwaltungsrat der CiviBank angestrengten Initiativen, die nur Verwirrung stiften sollen. Wir stellen jedoch fest, dass die verschiedenen propagandistischen Erklärungen bisher keinen Einfluss auf das Verhalten der Aktionäre hatten, die unabhängig von diesen Kampagnen vernünftig ihre eigenen Entscheidungen treffen.“

Diesbezüglich fügt der Beauftragte Verwalter und Generaldirektor Nicola Calabrò hinzu: „Die Rekurse sind unbegründet und können den Aktionären schaden. Nachdem man sich konfus über die Angemessenheit des von der Sparkasse vorgeschlagenen Angebotspreises geäußert und behauptet hat, dass nur institutionelle Aktionäre von außerhalb der Region beigetreten wären, sich über die unangemessene Beteiligung der Finanzgesellschaft der Region, Friulia, beklagt hat, kundgetan hat, dass nur drei Prozent der historischen Aktionäre beigetreten sind und jede Aussage von den Tatsachen widerlegt wurde, spielt der Verwaltungsrat der CiviBank die Karte der Rechtsinitiative aus, als letzten Versuch, um zu verhindern, dass das Übernahmeangebot ein Erfolg wird, wie dies die teilnehmenden Aktionäre von Tag zu Tag immer mehr bestätigen.“

Von: luk

Bezirk: Bozen

Kommentare

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1 Kommentar auf "CiviBank: Sparkasse erreicht 56,87 Prozent"


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berthu
berthu
Universalgelehrter
25 Tage 14 h

Die Banken machen in Südtirol (nimmer)satte Gewinne. Geld das unserem Wirtschaftskreis abgesaugt wird. Das dann außer Landes zu bringen, ist wohl infam. Es gibt in Südtirol genug zu investieren, wahrscheinlich rentabler als anderswo. Investitionen in südlichere Provinzen sind soo oft schon versandet.

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