VW-Skandal: Warnung vor Verjährung der Ansprüche

Cobin lädt Firmen zu Anschluss an VW-Strafverfahren ein

Donnerstag, 10. August 2017 | 12:35 Uhr

Der Verein Cobin Claims lädt VW-Fahrer ein, sich dem Strafverfahren gegen VW im Zusammenhang mit den Abgasmanipulationen anzuschließen, um zu verhindern, dass ihre Ansprüche verjähren. Während sich Konsumenten auch an VKI oder AK wenden können, sammle Cobin als einzige Organisation auch Firmenklagen, heißt es in einer Aussendung des Vereins.

Am 18. September 2015 waren erstmals Manipulationen an Diesel-Fahrzeugen öffentlich bekanntgeworden, daher endet die Verjährungsfrist für die Anmeldung von Schadensersatzansprüchen am 18. September 2017. Vor zehn Tagen ist bekanntgeworden, dass die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) gegen VW und Bosch und deren Entscheidungsträger ermittelt. Das eröffnet VW-Kunden, deren Fahrzeuge manipuliert wurden, die Möglichkeit, sich als Privatbeteiligte dem Verfahren anzuschließen und so ihre Rechte gegen Verjährung abzusichern.

VW verzögere die Verfahren und setze darauf, dass Ansprüche verjähren, schreibt Cobin Claims und vermutet, dass VW nach der Verjährungsfrist versuchen werde, mit Kunden, die ihren Anspruch gesichert haben, einen Vergleich zu schließen. “Der Privatbeteiligtenanschluss ist in Österreich die kostengünstigste Möglichkeit, Ansprüche jetzt zu sichern”, heißt es in einer Aussendung.

Von: apa

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