Camping-Urlaub im Wohnmobil boomt

Corona-Urlaubstrend: Am liebsten unter sich

Dienstag, 14. September 2021 | 13:25 Uhr

Die Corona-Pandemie hat den Trend zum Urlaub im Kokon beflügelt: Viele Touristen haben nach Analyse des deutschen Autoclubs ADAC in den Sommerferien versucht, den Kontakt zu ihren Mitmenschen zu reduzieren – und zwar sowohl bei Anreise als auch bei der Wahl der Unterkunft. “Man will jetzt auch auf der Reise unter sich sein, vielleicht sogar allein sein”, sagte ADAC-Tourismusvorstand Karlheinz Jungbeck am Dienstag in München.

“Und zwar in allen Preissegmenten, das ist das Erstaunliche: Von Zelturlaub und Hausboot bis zu Jachtcharter und Flügen im Privatjet.”

Dies führt nach Jungbecks Worten mittlerweile vor allem beim Camping zu Kapazitätsproblemen, weil die Nachfrage größer sei als das Angebot. Ein weiteres Indiz für das sogenannte “Cocooning”: Viele Urlauber bevorzugten das eigene Auto, so dass es nach ADAC-Daten sogar mehr Staus gab als vor Beginn der Pandemie.

Nach Schätzung des deutschen Autoclubs summierten sich die Staus auf Deutschlands Autobahnen im Juli und August auf eine rekordverdächtige Gesamtlänge von 244.000 Kilometern, annähernd 80.000 Staukilometer mehr als im vergleichsweise ruhigen ersten Corona-Jahr 2020. Auch 2019 hatte der ADAC “nur” 221.000 Kilometer Stau gemessen. “Der Pkw hat eine echte Renaissance erlebt”, sagte Jungbeck.

Spürbar ist der Trend zum Urlaub auf Distanz auch bei einem vergleichsweise exklusiven Vergnügen: Ferien auf dem Hausboot. “Das ist ja wie Camping auf dem Wasser”, sagte Jungbeck dazu. In dieser Hinsicht beobachtet der ADAC ebenfalls Platzmangel: Die Infrastruktur mit Häfen und Schleusen sei bereits teilweise überlastet, sagte der ADAC-Tourismuschef. Ob Camping an Land oder auf dem Wasser: Kapazitätsprobleme könnten den Trend nach Einschätzung Jungbecks in Zukunft bremsen.

In einer Hinsicht unterschied sich der zu Ende gegangene Urlaubssommer 2021 beträchtlich vom Vorjahr: Der Boom des Inlandstourismus wiederholte sich den Angaben nach nicht. In den bayerischen Voralpen hatte dieser 2020 sogar zu Protesten gegen die Blechlawinen geführt.

Deutschland war laut ADAC zwar nach wie vor beliebtestes Urlaubsziel, im Vergleich zu 2020 gab es aber einen deutlichen Rückgang. Der ADAC wertete dafür knapp 380.000 Online-Routenplanungen aus. Demnach steuerten 26 Prozent ein Inlandsziel an, vor einem Jahr waren es fast 31 Prozent gewesen. An zweiter Stelle folgte Italien mit einem fast ebenso großen Plus, 18,3 Prozent der Urlauber zog es an die Adria und andere italienische Ferienziele. Auf den Plätzen drei bis fünf lagen die Türkei, Kroatien und Österreich.

Von: APA/dpa-AFX

Kommentare

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8 Kommentare auf "Corona-Urlaubstrend: Am liebsten unter sich"


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Doolin
Doolin
Universalgelehrter
6 Tage 56 Min

…die Strassen sind verstopft von diesen Bumscontainern…
😆

tom
tom
Universalgelehrter
5 Tage 22 h

sogar auf engen Straßen versuchen sie durchzukommen

Tigre.di.montana
5 Tage 22 h

@Tom:
… woran energische Südtiroler Felsen sie standhaft hindern.

Spiegel
Spiegel
Universalgelehrter
5 Tage 19 h

Verbieten diese Fahrzeuge

brum.nit
brum.nit
Grünschnabel
5 Tage 8 h

Neidisch?? Muas men sich holt ah leisten kennen☝️

Gievkeks
Gievkeks
Superredner
5 Tage 8 h

@Spiegel:
Andere Idee:

Hotels abreißen, stattdessen naturbelassene Campingflächen schaffen

Nobbs
Nobbs
Tratscher
5 Tage 7 h

Leider noch viele alte,Dreckschleudern mit Gestank unterwegs,von Umweltschutz keine Spur,solche Kübel dürfen sich nicht in Bewegung setzen oder Motor anlassen,am besten einen Mistkübel an die Kenntafel anbringen und wieder heim retour schicken,solche Schleudern dürfen nicht zirkulieren dürfen.

Zugspitze947
4 Tage 2 h

Diese Staufabrikanten mit meistens zu wenig PS sollten die doppelte KFZ Steuer zahlen müssen,denn sie benötigen auch meistens 2 Stellplätze am Parkplatz und wenns geht parkt man illegal im Wald …… was dort zurüchbleibt kann man sich denken 😡👌😢

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