Schramböck fand lobende Worte für Finanzierungsmodell

Crowdfunding legt weiter zu

Sonntag, 02. September 2018 | 08:40 Uhr

Crowdfunding, also die Aufnahme von Geld für Investitionen über Kleinbeträge vieler Investoren auf Plattformen, ist weiter im Aufwind. Im ersten Halbjahr 2018 seien über diese Methode 16,8 Mio. Euro aufgebracht worden, teilte das Wirtschaftsministerium mit. Von 2012 bis 2017 habe Crowdfunding bereits 65,8 Mio. Euro eingebracht. Darunter fallen kommerzielle, aber auch spendenähnliche Projekte.

Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP) sieht “Crowdfunding endgültig in der Wirtschaft angekommen. “Gerade junge, innovative Unternehmen benötigen eine vielfältige Finanzierungslandschaft, um ihre Geschäftsideen umsetzen zu können. Angesichts der restriktiven Auflagen im klassischen Kreditbereich ist Crowdfunding auch für Klein- und Mittelbetriebe und Startups eine gute Alternative”, erklärte die Ministerin.

Die gesetzliche Grundlage, das Alternativfinanzierungsgesetz (AltFG), gilt erst seit 1. September 2015, seit einer Novelle vom August haben alle Unternehmen Zugang zum Crowdfunding. Bis 250.000 Euro entfallen Informationspflichten zur Gänze und Emissionen bis zwei Mio. Euro werden erleichtert. Das mache das Instrument noch attraktiver. Zuletzt haben Immobilienfirmen stark auf Crowdinvestment gesetzt. Sie machten nach Angaben von CrodCircus fast drei Viertel des gesamten Crowdinvestments im ersten Halbjahr 2018 aus.

Das erste Crowdfunding-Projekt gab es in Österreich bereits 2012, erinnert das Wirtschaftsministerium. 2014, also noch vor Schaffung der gesetzlichen Grundlage, wurden auf diese Art bereits 3,9 Mio. Euro aufgebracht. 2015 waren es 11,8 Mio. Euro, 2016 dann 18,2 Mio. Euro und 2017 insgesamt 26,5 Mio. Euro. Von 2012 bis 2017 in Summe also 65,8 Mio. Euro. Bisher wurden laut Angaben aus dem Wirtschaftsministerium in Österreich 342 Projekte im Bereich Crowdinvesting realisiert.

Von: apa

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