Das Projekt Nord Stream 2 ist umstritten

Dänemark will Umweltgutachten zu Nord-Stream-2-Pipeline

Donnerstag, 28. März 2019 | 14:35 Uhr

Das umstrittene Gaspipeline-Projekt Nord Stream 2 zwischen Russland und Deutschland könnte sich verzögern, weil Dänemark ein Umweltgutachten für eine geplante Routenführung in seinen Gewässern verlangt.

Das Gutachten werde einige Monate in Anspruch nehmen, “aber es ist unmöglich, zu sagen, wie lange”, sagte der Sprecher der dänischen Energieagentur, Ture Falbe-Hansen, der Nachrichtenagentur Reuters am Donnerstag. Ein Sprecher der Nord-Stream-Projektgesellschaft sagte, das Unternehmen werde das Verlangen der Energieagentur prüfen. Ob sich das Projekt, an dessen Finanzierung auch die OMV beteiligt ist, dadurch verzögern würde, sagte er nicht.

Anders als Finnland, Schweden, Deutschland und Russland hat Dänemark der Pipeline bisher nicht zugestimmt. 2017 hatte Dänemark ein Gesetz verabschiedet, das es dem Land erlaubt, die Leitungsführung durch seine Hoheitsgewässer bei Sicherheitsbedenken zu untersagen.

Die mehr als 1.200 km lange Gasleitung vom russischen Vyborg nach Greifswald an der Ostsee wird heftig kritisiert von den USA und einigen osteuropäischen und baltischen Staaten, die fürchten, sie könne die Abhängigkeit Mitteleuropas von russischer Energie erhöhen. Das elf Mrd. Euro schwere Projekt wird von Russlands staatlichem Energiemulti Gazprom getragen, rund die Hälfte der Finanzierung stammt von Uniper, der BASF-Tochter Wintershall, Shell, der österreichischen OMV und der französischen Engie.

Von: APA/ag.