Fisker will Elektroautos massentauglich machen

Dänischer Designer möchte mit Elektroauto die Welt verändern

Mittwoch, 05. Oktober 2016 | 14:20 Uhr

Drei Jahre nach dem Bankrott mit seiner Luxuswagen-Firma Fisker Automotive startet der dänische Designer Henrik Fisker völlig neu durch. Er werde ein Luxus-Elektroauto mit einer “deutlich längeren Batterieleistung und deutlich längeren Reichweite” als jedes andere E-Auto auf dem Markt anbieten, kündigte das neue Unternehmen Fisker am Dienstag in den USA an.

Fisker startet mit vollmundigen Ankündigungen: Er werde die “Revolution” bei den Elektroautos anführen und “die Welt verändern.” Der dänische Unternehmer, der für BMW und Aston Martin Autos entworfen hatte, gründete seine erste Firma 2007 in Kalifornien, zusammen mit dem Deutschen Bernhard Köhler. 2012 brachten sie mit Hilfe eines staatlichen Darlehens in Höhe von 192 Millionen Dollar (172 Mio. Euro) den Fisker Karma heraus, einen Luxusschlitten mit Hybridantrieb für 100.000 Dollar.

Die Karosse wurde zum Fall für Berühmtheiten, Justin Bieber, Leonardo DiCaprio und Ashton Kutcher kauften sich einen Karma. 2013 allerdings war das Unternehmen pleite, ein Jahr später kaufte der chinesische Zulieferkonzern Wanxiang die Reste. Mit diesem habe die neue Firma Fisker nichts zu tun, versicherte Henrik Fisker. Wer das Unternehmen finanziert, gab er allerdings nicht preis.

Aus der Vergangenheit will Fisker gelernt haben, die Technik und der Markt seien reifer als damals. “Unser neues Fahrzeug wird das innovativste und aktuellste elektrische Auto sein, das jemals erschaffen wurde.” Es werde “nie gesehene Design-Eigenschaften haben und Fortschritts-Materialien mit der neusten Software kombinieren”. Außerdem werde Fisker ein günstiges Elektroauto für den Massenmarkt präsentieren.

Schon in diese Richtung unterwegs ist der Autobauer Tesla aus Kalifornien. Teslas elektrische Sportwagen kosten derzeit ab 70.000 Dollar, und das Unternehmen arbeitet an einem Modell für etwa die Hälfte des Geldes. Auch andere Autohersteller weltweit setzen zunehmend auf Elektroautos.

Von: APA/ag.