Daimler verweist auf den Pariser Autosalon

Daimler plant von 2018 bis 2024 mehr als sechs E-Modelle

Samstag, 03. September 2016 | 14:07 Uhr

Der Autobauer Daimler plant nach einem Bericht der “Automobilwoche” von 2018 bis 2024 mehr als sechs neue Elektromodelle. Der Schwerpunkt soll demnach auf sportlichen Geländewagen und Crossover-Modellen liegen, aber auch Kompaktfahrzeuge und Limousinen sind geplant. Offizielle Bestätigung gab es vorerst keine.

Statt einer Submarke sei eine klar erkennbare Produktfamilie vorgesehen, die sich auch durch die Namensgebung abgrenze, berichtet die Branchenzeitung unter Berufung auf Unternehmenskreise.

Eine Daimler-Sprecherin erklärte am Samstag auf Anfrage, die Spekulationen nicht zu kommentieren. Sie verwies aber auf den Pariser Autosalon im Oktober, bei dem drei elektrische Smart-Modelle präsentiert werden – und ein sogenanntes Showcar Weltpremiere feiert. Das Fahrzeug soll Ausblick auf eine “völlig neue Fahrzeuggeneration mit batterieelektrischem Antrieb geben”. Daimler hat neben dem E-Smart und einer B-Klasse mit Elektromotor auch acht Plug-in-Hybride im Portfolio.

Auch Elektrobusse sind bei Daimler ein Thema. Diese können ihre Reichweite nach Einschätzung des Bus-Chefs von Daimler bis 2025 entscheidend vergrößern und den täglichen Linienverkehr problemlos bewältigen. “Bis 2025 halten wir eine Reichweite von 300 Kilometern für machbar”, sagte Hartmut Schick den “Stuttgarter Nachrichten”. “Für den allergrößten Teil des Linienverkehrs reicht das aus.”

Die Batterien werden laut Schick deutlich leistungsfähiger und günstiger. Es sei daher absehbar, dass im nächsten Jahrzehnt die Mehrheit der Linien den ganzen Tag über mit E-Bussen bedient werden können. “Es reicht dann aus, die Batterie im Depot zu laden.”

2018 plant Daimler einen rein elektrisch betriebenen Bus, der bei den Kosten mit einem Diesel vergleichbar sein soll. Selbstfahrende Busse hält Schick hingegen für ferne Zukunftsmusik. “Die neuen Systeme, die Fußgänger erkennen und mit den Ampeln kommunizieren, selbstständig lenken und bremsen, entlasten den Fahrer und bringen mehr Sicherheit”, sagte er dem Blatt. “Aber sie werden ihn noch lange nicht ersetzen.”

Von: APA/dpa

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