Daimler könnte gegen Rückrufe noch klagen

Daimler wehrt sich bisher vergeblich gegen Diesel-Rückrufe

Sonntag, 07. Februar 2021 | 12:10 Uhr

Der deutsche Autobauer Daimler hat mit seinen Widersprüchen gegen die Diesel-Rückrufe des Kraftfahrt-Bundesamtes (KBA) keinen Erfolg. Die Behörde habe nahezu alle von Daimler eingelegten Widersprüche gegen die Bescheide zurückgewiesen, bestätigte das übergeordnete Bundesverkehrsministerium auf Anfrage am Sonntag.

Bei einem fehle noch die Begründung des Herstellers, so dass er noch nicht abschließend habe bearbeitet werden können, hieß es. Zuvor hatten der “Spiegel” und der Bayerische Rundfunk berichtet.

Nach Auffassung der Behörden hat Daimler in hunderttausenden Diesel-Fahrzeugen von Mercedes-Benz eine unzulässige Abgastechnik verwendet. Von den Rückrufen sind EU-weit etwa 1,4 Millionen produzierte Fahrzeuge betroffen, davon etwa 600.000 in Deutschland.

Daimler hält die Funktionen für zulässig und ruft zwar die Fahrzeuge zurück, hatte aber gegen alle Bescheide Widerspruch eingelegt. Man prüfe nun die Begründungen und entscheide über die Einlegung eines Rechtsmittels, erklärte der Konzern. Daimler hatte in der Vergangenheit immer wieder betont, an einer grundsätzlichen Klärung der strittigen Fragen interessiert zu sein.

Eine Klage sei als weiteres Rechtsmittel möglich, erklärte das Ministerium. Solange sei das Verfahren nicht abgeschlossen und die KBA-Bescheide seien nicht rechtskräftig.

Von: APA/dpa

Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

3 Kommentare auf "Daimler wehrt sich bisher vergeblich gegen Diesel-Rückrufe"


Sortiert nach:   neuste | älteste | Relevanz
Mikeman
Mikeman
Kinig
1 Monat 1 Tag

was man nicht alles unternimmt um die Kunden zu vergraulen aber am Ende kaum zu erbarmen wenn man sich nicht vorher erkundet
was man sich ins Haus holt.

Zugspitze947
1 Monat 8 h

Sein Quatsch,wenn ein Auto super läuft gehört es auf die Strasse und nicht in die Werkstatt 🙂

Kingu
Kingu
Tratscher
1 Monat 5 h

Weiß sowieso nicht, ob ich mir jemals ein neues deutsches Auto kaufen würde, als jemand der nur in EFTA Staaten arbeitet, wäre Geld für jedes Modell genug da. BMW, Mercedes und VW sind aber nur mehr wegen ihres Namen am Leben. Ein Passat, der in Bratislava gebaut wird, ist mir gleich viel wert wie ein Hyundai, den man irgendwo in Tschechien baut.

wpDiscuz