In "Diluvion" kann der Spieler die Unterwasserwelt erkunden

Das bieten die neuen PC-Spiele

Donnerstag, 23. Februar 2017 | 11:01 Uhr

Düstere Zukunftsaussichten unter ewigem Eis und ein gestrandeter Roboter sind nur zwei der PC-Spiele-Neuheiten in diesem Monat. Computerspieler können auch gekaperte Atomsatelliten aus den Händen von Terroristen befreien oder virtuell auf Wildjagd gehen.

Jules Vernes “20.000 Meilen unter dem Meer” lässt grüßen: Das dystopische Unterwasser-Action-Adventure “Diluvion” lehnt sich inhaltlich leicht an den Klassiker an. Zu Beginn haben Spieler die Wahl zwischen drei verschiedenen U-Boot-Typen, vom leichten, wendigen Unterwasserflitzer bis hin zum trägen aber schwer bewaffneten Kampf-U-Boot. Damit geht es auf Kapitän Nemos Spuren durch die Tiefen der Weltmeere, unter deren massiven Eisdecke sich die Menschheit nach einer Klimakatastrophe zurückgezogen hat.

Auf der Suche nach Rohstoffen und zu bergenden Gütern kann der Spieler eine Crew zusammenstellen oder sich selbst als Söldner einer Fraktion anschließen. Ähnlich wie im Open-World-Weltraumtitel “Freelancer” lassen sich drei immens große Areale erkunden, mit anderen Fraktionen Duelle U-Boot gegen U-Boot austragen und nebenbei Handel mit den Kolonien betreiben. Doch nicht nur Kämpfen ist Programm. Auch geschicktes Haushalten mit den eigenen Rohstoffen wie Vorräten und Sauerstoff und eine gut gelaunte Crew sind für den Erfolg nötig. “Diluvion” gibt es für rund 20 Euro als Download bei Steam oder gog.com.

Wenn Roboter Schiffbruch erleiden: ION, der Protagonist des Survival-Adventures “Phoning Home”, ähnelt in Optik und Lebensgeschichte seinem Filmvorbild “E.T.” in vielen Punkten. Nach einer Bruchlandung auf einem fremden Planeten will ION irgendwie zurück nach Hause. Doch bevor er Kontakt mit seinem Heimatplaneten aufnehmen kann, muss sein zerstörtes Raumschiff wieder repariert werden. Spielerisch ist “Phoning Home” ein klassischer Titel: Sammeln, Kämpfen und Basteln. Der liebenswerte Roboter und sein zunächst einziger Begleiter, der sprechende Schiffscomputer (im Deutschen von Kevin Spaceys Synchronstimme gesprochen), verleihen dem Spiel einigen Charme. Ganz untypisch für das Survival-Genre gibt es viel Story, die in In-Game-Sequenzen weitergesponnen wird. “Phoning Home” gibt es für rund 20 Euro bei Steam für PC, Linux und Mac.

Waidmannsheil: Mit “The Hunter: Call of the Wild” ist der Nachfolger der Jagd-Simulation “The Hunter” erschienen. Wie schon beim Vorgänger kommt dem Hobby-Jäger in der virtuellen Wildnis allerhand Getier vor die Flinte. Von edlen Hirschen und brachialen Braunbären über gewaltige Bisons bis hin zu majestätisch am Himmel dahingleitenden Adlern gibt es viele Anreize für die virtuelle Trophäenwand. Die Entwickler haben nach eigenen Angaben vor allem am Tierverhalten, den Tages- und Nachtzyklen, der Ballistik und dem Mehrspielerlebnis gefeilt. Letzteres soll bis zu acht Spielern die Möglichkeit geben, mit- und gegeneinander in die Jagdgründe zu ziehen. Die munitions- und wildschonende Jagdsimulation “The Hunter: Call of the Wild” erscheint als Steam-Download- und DVD-Version für rund 30 Euro. Die Altersfreigabe liegt bei zwölf Jahren.

Das Ein-Mann-Fan-Projekt geht online: “Beyond Enemy Lines” ist eine Hommage an puristische Shooter wie “Projekt IGI”. Entwickelt hat den Titel der Deutsche Daniel Wengenroth auf Grundlage der Unreal-4-Engine. Große Welten und freie Auswahl der Spieltaktik stehen im Mittelpunkt. Die Missionen können unauffällig schleichend oder mit Dauerfeuer gelöst werden. Die etwas dünne Story ist Ende der 1980er-Jahre angesiedelt: Russische Separatisten haben einen mit Atomraketen bewaffneten Satelliten gekapert. Der Spieler hat die Aufgabe ihnen die Kontrolle wieder zu entziehen. Das Spielerlebnis soll sich auf klassische Shooter-Elemente beschränken. Einstiegserleichterungen für Anfänger, wie automatische Heilung, die Zielhilfe als auch andere Tutorial-Hilfe-Einblendungen, entfallen. “Beyond Enemy Lines” erscheint ganz PC-exklusiv und ist über Steam erhältlich. Die Altersfreigabe liegt bei 16 Jahren.

Politik zum Selbermachen: Im Echtzeit-Strategie-Titel “Realpolitiks” lenken Spieler die wirtschaftlichen, diplomatischen und militärischen Geschicke eines frei wählbaren Landes. Zur Auswahl stehen verschiedene Herrschaftsformen wie Demokratie, Autoritarismus und Totalitarismus. Szenarien können sowohl reale politische Ereignisse als auch fiktive Geschichten sein. So werden laut Publisher 1C Company der Zerfall der Europäischen Union oder die Expansion des Islamischen Staats Optionen sein. Welchen Weg ein Spieler einschlägt, ob er Atomwaffen als Druckmittel nutzt, diplomatisch ist oder Geheimdienste aussendet: Das Spiel überlässt die Wahl. Den Einzelspieler-Titel gibt es als Steam-Download für PC und später auch für Mac und Linux. Kosten: Rund 25 Euro.

Von: APA/dpa

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"Toxikk" will Arena-Shooter à la Quake wieder salonfähig machen

Das bieten die neuen PC-Spiele

Mittwoch, 12. Oktober 2016 | 13:30 Uhr

“Toxikk” und “Recore” bieten Action- und Shooter-Fans viel Abwechslung. “Cossacks 3” und “Warhammer 40k: Eternal Crusade” fordern die Strategen unter den Spielern heraus. “Forza Horizon 3” sorgt für Spannung auf der Straße.

Der Arena-Shooter “Toxikk” ist nach über zwei Jahren Early-Access-Phase nun endlich ins finale Stadium übergegangen. Der Titel knüpft an die gute alte Tradition der Shooter der späten 1990er Jahre an. Anders als bei modernen Shootern gibt es keine Charakterklassen, Spezialfähigkeiten, Waffenupgrades und sonstigen Luxus. Was zählt, ist ein schneller Klickfinger und gutes Augenmaß beim Zielen.

Auch beim Verkaufsmodell geht Entwickler Reakktor Media neue Wege. Das gesamte Spiel wird ohne Zeit- und Nutzungseinschränkungen als Free-2-Play-Version erhältlich sein. Im Vergleich zur Vollversion fehlen einige Zusatzfeatures und Karten, aber um sich einen Eindruck vor der Kaufentscheidung zu machen, reicht das allemal. Optisch kann “Toxikk” durchaus mit aktuellen Titeln mithalten. Der Titel ist sowohl als Steam- als auch als DVD-Box-Version erhältlich. Die Day-One-Edition kostet mit zwei Lizenzschlüsseln bei Amazon um die 27 Euro. Die Altersfreigabe liegt bei 16 Jahren.

Ein bisschen erinnern Story und Protagonistin von “Recore” an “Star Wars – Das Erwachen der Macht”: In einer scheinbar verlassenen Wüstenkolonie sucht eine technikaffine junge Dame namens Joule Adams nach Energiekernen, wichtigen Bauteilen für Maschinen. Immer an ihrer Seite sind drei Roboter, eine Art mechanischer Hund, ein Spinnenroboter und ein massiver Robotergorilla. Sie leisten Joule bei Kämpfen und Rätseln tatkräftige Unterstützung.

Interessant ist das Kampfsystem: Jeder Gegner hat eine Farbe. Blau, Gelb, Rot oder weiß. Auch die Munition von Joule hat dieses Farbsystem. Wer die richtige Farbe wählt, erzielt mehr Schaden bei den Gegnern. “Recore” ist aber nicht nur Shooter, sondern auch Action-Adventure und Plattformer – es darf also auch viel geklettert, gesprungen und gerannt werden. Neben der Xbox erscheint der Titel auch für den PC – die Anforderungen sind allerdings deftig. Die PC-Version kostet etwa 40 Euro. In einer Collectors-Edition gibt es Sammelfigur, Artwork und weitere Boni – Kostenpunkt: 180 Euro. “Recore” ist ab zwölf Jahren freigegeben.

Mit “Cossacks 3” erscheint eine aufpolierte Neuauflage der Echtzeit-Strategie-Serie. Wie schon die Vorgänger thematisiert der Titel die großen Massenschlachten des 17. und 18. Jahrhunderts. Die geschlossene Beta-Phase läuft bereits seit Ende April. Strategiefans können zu Lande und zu Wasser epische Schlachten mit viel strategischer Tiefe führen. Bis zu 12 Nationen und 70 verschiedene Einheiten stehen zur Auswahl.

Wer alleine spielen möchte, kann das in fünf Einzelspieler-Kampagnen tun. Der Mehrspieler-Modus bietet Platz für bis zu acht Spieler. Die Entwickler legen viel Wert auf die physikalisch korrekte Simulation von Pfeilen, Kugeln und Kanonenschüssen. Die Box-Version kostet rund 20 Euro, die Altersfreigabe liegt bei zwölf Jahren.

Das perfekte Auto: Im Open-World-Rennspiel “Forza Horizon 3” für PC und Xbox One gibt es bis zu 350 Fahrzeuge, mit denen die Spieler durch Australien rasen. Das geht sogar gleichzeitig auf verschiedenen Plattformen: PC- und Xbox-Spieler können miteinander spielen. Auch Crossbuy ist möglich, wer beispielsweise Inhalte für die PC-Version kauft, kann diese auch auf die Xbox-Version übertragen.

Technisch verlangt das Spiel ohne Levelgrenzen dem PC einiges ab. Fans sollten sich vor dem Kauf die Voraussetzungen genau anschauen. “Forza Horizon 3” erscheint in drei verschiedenen Versionen – die günstigste kostet 70 Euro. Die Altersfreigabe liegt bei sechs Jahren.

In der PC-Version des bekannten Tabletop-Spiels “Warhammer 40k: Eternal Crusade” geht der ewige Kreuzzug weiter. Der Titel ist mehr Online-Shooter als klassisches Rollenspiel. Vier Fraktionen stehen zur Auswahl: Space Marines, Chaos Space Marines, Eldar und Orks. Darüber hinaus gibt es ein umfangreiches Gildensystem, die Charaktere lassen sich weiterentwickeln.

Die Early-Access-Phase läuft seit Anfang April. Neben der Boxversion soll es auch eine Download- und eine bezüglich der Spielinhalte eingeschränkte Free2Play-Version geben. Rund 40 Euro wird die PC-Downloadversion kosten. Das Spiel ist ab 16 Jahren freigegeben.

Von: APA/dpa