Ausbau der Kinderbetreuung zur Unterstützung von Familien

Deeg stellt neues Kinderbetreuungskonzept bei UPAD vor

Freitag, 04. September 2015 | 11:58 Uhr

Bozen – Auch für die italienischsprachige Bevölkerung in Südtirol ist die Kinderbetreuung ein wichtiges Thema. Davon konnte sich Familienlandesrätin Waltraud Deeg kürzlich bei der Vorstellung des neuen Kinderbetreuungskonzeptes beim Weiterbildungsinstitut UPAD in Bozen überzeugen.

"Mit unserem Konzept wollen wir auf mehreren Seiten ansetzen: Mit einem Mindestangebot pro Gemeinde wollen wir Betreuungsplätze auch dort schaffen, wo derzeit gar nichts geboten wird. Daneben wollen wir Kinder vor allem gut betreut wissen. Daher setzen wir auf einheitliche Qualitätsstandards, gute Arbeitsbedingungen für das Personal und auf ein neues Finanzierungsmodell mit Beteiligung von Land und Gemeinden", sagte Familienlandesrätin Waltraud Deeg kürzlich bei der Vorstellung der neuen Leitlinien für den qualitativen und quantitativen Ausbau des Kinderbetreuungsangebotes beim UPAD. Die Leitlinien wurden vor kurzem von der Landesregierung genehmigt. Ziel dabei ist es, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu erleichtern und damit auch der Armut vorzubeugen sowie die Chancengleichheit von Kindern unabhängig von der finanziellen Situation der Eltern zu gewährleisten.

Im Gespräch mit den Verantwortlichen des UPAD betonte Familienlandesrätin Deeg, dass der Ausbau der Kinderbetreuung eine von vielen Maßnahmen sei, um Familien zu unterstützen: "Gleichzeitig sind die finanzielle Förderung sowie die frühzeitige Stärkung, Bildung und Beratung von Familien wichtige Säulen der Familienpolitik des Landes." Insofern komme dem UPAD, als  einer der größten Weiterbildungsorganisationen im Lande, eine wichtige Rolle zu.  Dies bestätigte auch Gaetano Gambara, Gründer und Koordinator des UPAD: "Bereits seit Jahren fördert und unterstützt das UPAD mit seinem Programm die Stärkung und Bildung der Familien und befürwortet daher auch das neue Kinderbetreuungskonzept, das nun umgesetzt werden muss." Gerade in Zeiten der allgemeinen Krise, nicht nur der Wirtschaft, sondern auch der Werte, komme der Familie als Keimzelle der Gesellschaft eine entscheidende Rolle zu. "Ich begrüße daher die Bemühungen von Landesrätin Deeg, die Familien durch konkrete Maßnahmen zu unterstützen",  so Gambara.

Im Anschluss an das Gespräch wurde Landesrätin Deeg von den Kindern und Jugendlichen begrüßt, die am Sommerbetreuungsprojektes des UPAD "Arianna" für Kinder und Jugendliche im Alter von sechs bis vierzehn Jahren teilgenommen haben. Dieses Projekt wird von der Familienagentur des Landes finanziert.

Von: ©lpa

Bezirk: Bozen