In "Desperados 3" kommen nahezu alle gängigen Western-Klischees vor

“Desperados 3”: Knifflige Taktik-Rätsel im Wilden Westen

Freitag, 10. Juli 2020 | 11:28 Uhr

Willkommen im Wilden Westen! In dieser äußerst bleihaltigen Umgebung spielt das Taktik-Abenteuer “Desperados 3”. Wer hier nur blind ballert, kommt aber nicht weit – stattdessen ist Köpfchen gefragt.

“Desperados 3” ist ein Spiel für echte Taktik-Freaks. Ähnlich wie im großen Vorbild, dem Klassiker “Commandos”, oder im direkten Vorgänger, dem Samurai-Abenteuer “Shadow Tactics”, geht es hier nicht um große Schlachten – sondern um die Abenteuer eines kleinen Trupps verwegener Helden, alle mit eigenen Stärken und Schwächen.

Planen, beobachten, zuschlagen

Wer da schnell nach vorne stürmt, erntet schnell blaue Bohnen. Wer Erfolg haben will, muss in dem Strategiespiel vom Münchener Entwickler Mimimi zunächst die Gegner genau beobachten, ausreichend Deckung suchen und einen klugen Plan fassen – und ihn dann in die Tat umsetzen.

Neben klassischen Helden wie dem Revolverheld John Cooper steuert der Spieler auch eher ungewöhnliche Charaktere, die Voodoo-Priesterin Isabelle Moreau zum Beispiel. Sie kann dank ihrer magischen Fähigkeiten die Kontrolle über Feinde nehmen, was dem Spiel ganz neue taktische Möglichkeiten verleiht. So kann Isabelle beispielsweise einen Gegner dazu bringen, das Feuer auf seine Freunde zu eröffnen.

Prequel statt Sequel

Mit fiesen Tricks wie diesen schleicht und kämpft sich der Spieler mit John und seiner Ganoven-Gang durch 16 Missionen und eine klassische Western-Geschichte. Der Schwierigkeitsgrad ist dabei durchaus hoch, die Level sind weitläufig. Gerade unerfahrene Western-Taktiker dürfen daher pro Mission ruhig mehrere Stunden Spielzeit einplanen.

Übrigens: Trotz der “3” im Titel müssen Spieler die beiden etwas älteren Vorgänger nicht kennen – “Desperados 3” erzählt die Vorgeschichte von John und seinen Freunden, Vorkenntnisse daher nicht erforderlich.

“Desperados 3” von Mimimi Games und THQ Nordic ist ab 16 Jahren freigegeben, kostet rund 50 Euro und ist für den PC, Playstation 4 sowie Xbox One erhältlich. Die Gamepad-Steuerung für Konsolen funktioniert dabei überraschend gut, PC-Spieler greifen aber am besten zu Maus und Tastatur.

Von: APA/dpa