Laut Zypries können sich alle Interessenten um Anteile bewerben

Deutsche Politik hält sich aus Air-Berlin-Verkauf raus

Samstag, 09. September 2017 | 07:59 Uhr

Die deutsche Regierung hält sich nach den Worten von Wirtschaftsministerin Brigitte Zypries aus der Aufteilung der insolventen Fluglinie und Niki-Mutter Air Berlin heraus. “Die Politik ist nicht an den Verkaufsverhandlungen beteiligt”, sagte die SPD-Politikerin dem Magazin “Focus”. “Das entscheiden das Unternehmen und der Insolvenzverwalter.”

Die Ministerin versicherte, “dass sich alle ernsthaften Interessenten um die Anteile bewerben können”. Interessenten können noch bis zum 15. September ein Angebot für die Airline als Ganzes oder für Teile abgeben.

Befürchtungen, die Steuerzahler blieben auf dem vom Bund verbürgten 150-Millionen-Euro-Kredit der KfW an die Airline sitzen, wies sie zurück. “Wir gehen fest davon aus, dass genügend Erlöse aus dem Verkauf der Vermögenswerte erzielt werden, um den Kredit zurückzuzahlen”, sagte Zypries. “Die vielen Interessenten zeigen, dass sie an die Zukunft des Unternehmens mit neuen Partnern glauben.” Nicht zuletzt handle es sich bei dem Notkredit für Air Berlin um “einen Massekredit, das heißt, dass die Bundesregierung vorrangig im Insolvenzverfahren bedient wird”. Hätte der Bund nicht für einen Kredit gebürgt, wäre “ein geordneter Verkauf der Vermögenswerte” nicht möglich gewesen.

Als potenzielle Käufer werden etwa die AUA-Mutter Lufthansa, die Thomas-Cook-Tochter Condor und der britische Billigflieger EasyJet gehandelt, der wegen des Brexits sein Europahauptquartier am Wiener Flughafen aufschlagen wird.

Von: APA/ag.

Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

Hinterlasse den ersten Kommentar!


wpDiscuz