Produktion von E-Auto-Batterien boomt in Deutschland

Deutschland am Weg zum Batteriezellzentrum

Sonntag, 17. Juli 2022 | 09:08 Uhr

Ein Viertel der vorhergesagten europäischen Produktionskapazitäten von Batteriezellen könnte bis zum Ende des Jahrzehnts von Deutschland abgedeckt werden. Das geht aus einer Datenanalyse des Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung ISI in Karlsruhe hervor. Die Experten haben dafür die Pläne und Ankündigungen von mehr als 40 Unternehmen weltweit unter die Lupe genommen, die in Europas Batteriefabriken aufbauen wollen.

Die Auswertungen zeigten, dass sich die Produktionskapazitäten in Europa bis 2025 voraussichtlich auf mehr als 500 Gigawattstunden (GWh) vervier- und bis 2030 sogar auf bis zu 1,5 Terawattstunden (TWh) verzehnfachen, sagte Batterieforscher Lukas Weymann. Damit würde sich bis Ende des Jahrzehnts ungefähr ein Viertel der global angekündigten Kapazitäten in Europa befinden. Davon wiederum entstünde der Analyse zufolge mit knapp 400 GWh mehr als ein Viertel – und damit der größte Anteil – in neuen Produktionsstätten in Deutschland.

“Wir tracken und bewerten die Ankündigungen schon seit vielen Jahren und haben insbesondere in der letzten Zeit einen sehr starken Anstieg der Produktionskapazitäten in Europa beobachten können”, sagte Weymann. “Mit 1,5 TWh wurde nun eine bemerkenswerte Schallmauer durchbrochen.”

Der prognostizierte rasante Zuwachs werde maßgeblich durch europäische Akteure wie das schwedische Unternehmen Northvolt oder Volkswagen getrieben. VW etwa legte erst vor gut einer Woche im niedersächsischen Salzgitter den Grundstein zu einer Batteriefabrik. Northvolt plant unter anderem eine Batteriezellfertigung in Heide in Schleswig-Holstein. Auch asiatische und US-amerikanische Firmen haben angekündigt, nach Deutschland beziehungsweise Europa expandieren zu wollen.

Von: APA/dpa

Kommentare

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22 Kommentare auf "Deutschland am Weg zum Batteriezellzentrum"


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Spiegel
Spiegel
Universalgelehrter
22 Tage 6 Min

Und Rohstoffe alle aus dem Ausland.

Orch-idee
Orch-idee
Superredner
21 Tage 21 h

@spiegel.. Ja klar… Russland und China 😉

Neumi
Neumi
Kinig
21 Tage 21 h

Würde man nur heimische Rohstoffe verwenden, müssten die Dinger mit Kohle funktionieren.

Aber egal ob heimische oder importierte Rohstoffe, hier macht man so oder so nichts. Italien fördert lieber den Tourismus weiter.

Look_at_Yourself
Look_at_Yourself
Universalgelehrter
21 Tage 15 h

@Spiegel
das mit den “Seltenen Erden Lithium und Kobalt” wird sich bald erledigt haben. Es gibt inzwischen neue Konzepte zur Stromspeicherung, die halt noch nicht Massentauglich sind. Bis dahin, Seltene Erden gibt es in der allergrößten Not auch in Deutschland. Die sind nämlich gar nicht so selten.

https://www.vdi-nachrichten.com/technik/werkstoffe/deutschland-und-seine-seltenen-erden/

Leute, seht die Zukunft doch nicht immer nur negativ!
Jede Krise ist auch die Chance auf etwas neues!

falschauer
21 Tage 15 h

@Orch-idee

das sollte wohl ein schlechter witz sein oder? in australien und peru wird das meiste lithium abgebaut und die größten vorkommen schlummern in bolivien, also nix mit china und russland

Johannes
Johannes
Superredner
21 Tage 13 h

@Neumi ganz falsch informiert; Italien ist Weltmarktführer in Ladestationenbau; siehe Alpitronic, Italien hat eine der größten Batteriefirmen rund um Turin im Bau, somit ist Italien auf allen Ebenen der Erneurbaren Energie wettbewerbsfähig; Auch die PV Anlagen und Windkraftanlagen wurden und werden weiterhin stark ausgebaut;

Johannes
Johannes
Superredner
21 Tage 13 h

@falschauer eines der größten Lithiumvorkommen Europas liegt in Deutschland und es wird beteits alles zum Gewinnen vorbereitet; in den nächsten Sieben Jahren stehen dann die Produktionsanlagen;

Faktenchecker
21 Tage 13 h
berthu
berthu
Universalgelehrter
21 Tage 2 h

Viel Papier, aber alles nur in Zukunft. “Jetzt” was auf die Beine stellen, wie die dringend notwendige N-S-Stromtrasse, Stromspeicher statt Gasspeicher, eigene Produktion und die Abhängigkeiten abbauen, geht einfach nicht.

Neumi
Neumi
Kinig
18 Tage 18 h

@Johannes Ok, wieder was gelernt.

landlar
landlar
Grünschnabel
21 Tage 20 h

abgebaut von kinderhände.
aber das ist komplett egal.

inni
inni
Universalgelehrter
21 Tage 20 h

Es wird halt so kommen, wie jetzt schon in Californien, wo durch die Aufladung der vielen batteriebetriebenen Autos es immer wieder zu flächendeckenden Stromausfällen kommt.

Johannes
Johannes
Superredner
21 Tage 13 h

wegen keinem E Fahrzeug fällt in Kalifonien der Strom aus; so ein Bullshitt

Neumi
Neumi
Kinig
21 Tage 13 h

Erstens ist es nicht so schlimm und zweitens ist das Stromnetz in den USA vollkommen antiquiert. Die müssen noch viel nachholen, bis sie auf unserem Stand sind.

sixtus
sixtus
Tratscher
21 Tage 21 h

Regierung mit Weitblick, nur unsere Politik und die komischen Regularien verhindern, dass bei uns ein solcher Standort entsteht. Tragisch, dass man nicht versteht, dass man in die Zukunft investieren soll, wenn man doch propagiert, dass wir E-Autos kaufen sollten.

Fungizid
Fungizid
Tratscher
21 Tage 18 h

Deutschland das neue China.

Neumi
Neumi
Kinig
21 Tage 13 h

Ich hab schon vor Jahrzehnten mal einen Sci-Fi Roman (Shadowrun Universum) gelesen, in dem die Hacker und Splicer lieber die Qualitätsware aus China wollten anstatt den Ramsch aus Deuschland 😀

Unioner
Unioner
Tratscher
21 Tage 17 h

Europas größte Lithiumvorkommen liegen in Deutschland im Oberrheintal .Da macht es schon Sinn wenn dort wo in 2 Jahren gefördert wird auch die Batteriefabriken sind. Außerdem gibt es imErzgebirge auch noch Vorkommen.

Savonarola
21 Tage 11 h

nach Jahrzehnten der Auslagerung in andere Kontinente nun eine triumphalistische Pseudoerfolgsmeldung?

Soley
Soley
Grünschnabel
21 Tage 16 h

Erstmal haben die Forscher Absichtserklärungen ausgewertet. Wieviel davon in Betrieb genommen wird, wird man dann sehen.

DerTom
DerTom
Superredner
21 Tage 10 h

wenn des geld wieder drinn isch wos investiert gwordn isch isch ols fertig mit de batterien und es kimp Easserstoff – wetten daß

berthu
berthu
Universalgelehrter
21 Tage 2 h

Seit 10 Jahren liest man von “könnte” und “..baut größte Batteriefabrik in de..”Was soll dieses Fake-Gequake? Noch nix da?
Warum hat man die Batterieproduktion von Bosch, Hella, u.a. überhaupt vernachlässigt? Ach ja – billiger produzieren , in China.
De will alles just in time haben, vorproduzieren, testen und liefern sollen gefälligst andere…Vielleicht ersetzt de mal ihre obersten Politiker und Manager, die den ganzen Schlamassel jetzt 30 Jahre lang verkackt haben. Auch da keine Konsequenz in Aussicht.

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