Dem griechischen Euro steht das Wasser bis zum Hals

Deutschland verdiente 1,34 Mrd. Euro an Griechenland-Krise

Mittwoch, 12. Juli 2017 | 15:13 Uhr

Kredite und Anleihenkäufe zugunsten Griechenlands haben einem Pressebericht zufolge Deutschland Gewinne in der Höhe von etwa 1,34 Milliarden Euro eingebracht. Das gehe aus Antworten des deutschen Finanzministeriums auf Fragen der Grünen im Bundestag hervor, berichtete die “Süddeutsche Zeitung” (Mittwoch-Ausgabe) im Voraus.

Demnach führte ein Darlehen der staatlichen Förderbank KfW zu Zinsgewinnen in der Höhe von 393 Millionen Euro. Der deutsche Gewinnanteil aus einem Anleihenkaufprogramm der Europäischen Zentralbank habe sich seit 2015 auf 952 Millionen Euro summiert.

Die Grünen verlangen, dass die Zinsgewinne an Griechenland ausgezahlt werden. “Es mag zwar legal sein, dass Deutschland an der Krise in Griechenland verdient. Legitim im moralischen Sinne der Solidarität ist es nicht”, zitierte das Blatt den Grünen-Budgetexperten Sven-Christian Kindler.

Die bilateralen Darlehen der Republik Österreich an Griechenland im Zuge der Griechenland-Rettung in der Höhe von 1,56 Mrd. Euro haben bisher übrigens 111,44 Mio. Euro an Zinseinnahmen in die Austro-Staatskassa gespült. Das hat das Finanzministerium am Mittwoch gegenüber der APA bestätigt. Die Rückzahlung der Darlehen hat noch nicht begonnen.

Kürzlich hatte der Euro-Rettungsschirm die Auszahlung von weiteren 8,5 Milliarden Euro an Hilfskrediten für das schuldengeplagte Griechenland freigegeben.

Von: APA/ag.

Kommentare

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6 Kommentare auf "Deutschland verdiente 1,34 Mrd. Euro an Griechenland-Krise"


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ivo815
ivo815
Universalgelehrter
1 Monat 10 Tage

Die Grünen, sowas von naiv 😂😅

Paul
Paul
Tratscher
1 Monat 1 h

Bravo Schäuble ..trauen sie sich eigendlich noch irgendwo hin ..im wohlverdienten Urlaub ?

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