Herausragende akademische Arbeiten gewürdigt

Dies academicus an der Freien Universität Bozen

Dienstag, 21. April 2015 | 15:45 Uhr

Bozen – Heute Vormittag wurden beim dritten Dies academicus – der Festfeier der akademischen Gemeinschaft – herausragende akademische Arbeiten, Preise für Forschende, Lehrende und Studierende gewürdigt sowie der Verleihung des Titels „Professor emeritus“ beigewohnt. Festredner des Dies academicus war der preisgekrönte Journalist Marc Cooper, der auch als Übersetzer für den chilenischen Präsidenten Salvador Allende gearbeitet hatte. Gefeiert wurde mit Professoren, Studierenden und Freunden der Universität.

Der Dies academicus bietet der akademischen Gemeinschaft der Freien Universität Bozen die Gelegenheit, Professoren, Forscher und Studenten für herausragende Leistungen in ihrem Wirken. Eröffnet hat den Dies academicus der Präsident der Freien Universität Bozen, Prof. Konrad Bergmeister. In seiner Rede ging er auf die Bedeutung der Bildung ein, „sagen doch neueste Studien, dass die Jugendlichen von heute bis zu 7x ihren Beruf ändern müssen. Die mehrsprachige Freie Universität Bozen möchte sich zu einer Leuchtturmuniversität in Lehre und Forschung werden. Wir haben nur große Chancen eingebunden in ein Netzwerk, was auch für alle Forschungsinstitutionen gilt. Eingebunden in die Euregio-Universitäten Innsbruck-Bozen-Trient, haben wir dazu in der europäischen Wissenslandschaft die besten Möglichkeiten dazu.“

Landeshauptmann und zuständiger Landesrat für Universität, Forschung und Innovation Arno Kompatscher war wegen der laufenden Sitzung der Landesregierung zugeschaltet. Er hob hervor, anlehenend an Marc Cooper, dass jeder einzelne Verantwortung für die Folgen seiner eigenen Entscheidung tragen. Die Aufgabe der Polikik liegt darin, dass die Rahmenbedingungen geschaffen werden, dass jeder in Freiheit leben können, und die Universität mit ihrer dreisprachigen Lehre die Freiheit der Berufswahl ermöglichen kann.“

Diesjähriger Ehrengast war der amerikanische preisgekrönte Journalist Marc Cooper, der seine Festrede unter den Titel „Freiheit und Bildung und die Rolle des Journalismus dabei” stellte. In seiner Rede ging er auf Revolutionen – die digitale wie die kulturelle und politische – ein: „Wir sehen derzeit täglich, wie eine neue Gesellschaft heranwächst, mit der Freiheit der Rede. Eine Freiheit, die nun fast überall Wirklichkeit wird, auch dank der digitalen Revolution. Twitter, Youtube ecc sind Ausdruck derselben und der neue Alptraum von Diktatoren. Und ein richtiger Journalist ist jener, der sich zur Gänze diesem Beruf widmet, also „commitment“ zeigt.“

Vorgestellt wurden von Rektor Prof. Walter Lorenz die neu berufenen Professoren, die in diesem akademischen Jahr ihre Lehre an der Freien Universität Bozen aufgenommen haben: Prof. Ulrike Marion Stadler Altmann, Prof. Nitzan Cohen, Prof. Ulrike Domahs, Prof. Matthias Gauly, Prof. Marjaana Gunkel, Prof. Edwin Keiner und Prof. Michael Nippa. Geehrt wurden in diesem Zusammenhang die Designabsolventin Giulia Cordin, die den Jungforscherinnenpreis erhielt und von der Firma Leitner Technologies dafür einen Preis von 1.000 Euro entgegennehmen können. Für das beste Startup wurde der Masterstudent Daniel Kaneider ausgezeichnet.

Für ihre Leistungen in Forschung, Lehre und bei verschiedenen Projekten lobend erwähnt wurden Sara Urasini, Raphael Volkmer und Ermanno Zanella von der Fakultät für Design und Künste; Claudia Curi, Prof. Andreas Hamel, Prof. Oswin Maurer, Francesca Montanari von der Fakultät für Wirtschaftswissenschaften; Prof. Fabrizio Mazzetto von der Fakultät für Naturwissenschaften und Technik; Prof. Johann Gamper und Prof. Sergio Tessaris von der Fakultät für Informatik; Prof. Gina Chianese und Prof. Franz Comploi von der Fakultät für Bildungswissenschaften.

Mentor Prof. André Gingrich ging auf die Art ein, wie Neues aufgebaut worden ist, „das hat imponiert und begeistert, in Rom wie in Wien, in Nachbarregionen und anderswo. Der Freien Universität Bozen bescheinige ich eine gute Ankunft.“ Rektor Prof. Walter Lorenz unterstrich dabei seine Freude darüber, dass sehr viele Professoren aus dem Ausland berufen werden konnte, „was unsere Wissensgesemeinschaft ungemen stärkt.” Im Rahmen der Festfeier wurde an Prof. JOhann Drumbl, die vom Ministerium für Bildung, Universität und Wissenschaft verliehene Auszeichnung des Professor emeritus zuerkannt. „Für seine langjährige Tätigkeit als Ordinarius wurde Prof. Drumbl dieser Titel zuerkannt.“ Zum Abschluss der Feier wies Rektor Prof. Lorenz nochmals darauf hin, wie die Universität sich Verantwortungen zeigt, in Lehre wie Forschung: „Somit ein Dank an den Ehrenpräsidenten Luis Durnwalder und dem ehemaligen Abteilungsleiter Günther Andergassen, dass sie sehen, wie sich ihre Universität entwickelt hat. Und die Euregio-Universität ist etwas sehr Lebendiges geworden.“

Der Universitätschor Sound of Science unter der Leitung von Prof. Stephen Lloyd sorgte für die festliche musikalische Umrahmung an diesem Tag.

Von: ©mk

Bezirk: Bozen