Projekt ForLiDAR

Digitales Erfassen von Wäldern

Dienstag, 08. September 2015 | 17:23 Uhr

Bozen – An diesem Freitag, 11. September stellt ein Forscherteam rund um Prof. Giustino Tonon seine Forschungsergebnisse aus dem Projekt ForLiDAR vor. Es geht um ein präzises Erfassen des Pflanzenbestands in Wäldern anhand neuer digitaler Kameras und ableitend dazu das Aufzeigen hydrogeologischer Gefahrenzonen.

ForLiDAR steht für „Light Detection and Ranging“. Dabei erfassen spezielle Kameras – montiert beispielsweise auf hochgelegenen Plattformen oder Drohnen – oberhalb der Baumwipfel anhand von Lichtsignalen den Pflanzenbestand. Durch die Vermessung der Distanz mittels hundertfacher Lichtpunkte zwischen den einzelnen erfassten Pflanzen vermögen es die Forscher, ein dichtes Netz an Messdaten einzuspeisen und so ein genaues Gesamtbild des vermessenen Pflanzenbestands zu liefern.

„Diese neue Technik ermöglicht es uns, ein genaues morphologisches Abbild der Biomasse eines Waldes zu erhalten“, so Prof. Giustino Tonon, der das Forschungsprojekt an der Fakultät für Naturwissenschaften und Technik geleitet hat. „Für die Forsteinheiten in Südtirol wie im Trentino sicher von großem Interesse, da wir Position und Höhe der Bäume ebenso wie die Abstände zueinander präzise zu einem Gesamtbild zusammenfügen. Es geht einerseits um das Vermessen des Bestandes, andererseits ableitend davon um Prognosen für hydrogeologische Gefahrenzonen.“

Vorgestellt werden die Forschungsergebnisse aus dem Projekt ForLiDAR am Freitag, 11. September am Hauptsitz der Freien Universität Bozen in Bozen, Universitätsplatz 1, Hörsaal C4.01. Beginn ist um 9.15 Uhr.

Von: ©mk

Bezirk: Bozen