Bei der Umstellung auf Digitaltechnik auch an den alten Analogempfang denken

Digitalradios schwächeln im Test beim Analogempfang

Freitag, 29. Juni 2018 | 13:58 Uhr

Digitalradio ist die Zukunft. Aber wer einen neuen Empfänger kauft, sollte immer noch auf die Güte des Analogempfangs achten. Und was ist eigentlich mit einer Internetanbindung? Ist die bei einem Digitalradio unverzichtbar?

Digitalradios versprechen störungsfreien Empfang vieler Sender deutschlandweit über DAB+. Das ist aber nur die halbe Miete. Denn nach wie vor gibt es viele – vor allem lokale Sender – nur über den analogen UKW-Funk. Bei der Suche nach einem passenden Digitalradio sollte also auch dieser Empfangsweg bedacht werden. Doch gerade hier schwächeln viele aktuell am Markt verfügbare Geräte, hat die Stiftung Warentest ermittelt (“test”-Ausgabe 7/18).

Von 18 überprüften Radios mit Internet-, DAB+- und UKW-Empfang erhielt gerade einmal ein Gerät die Teilnote “gut” für den UKW-Empfang. Beim allen übrigen Geräten ist dagegen die Wahrscheinlichkeit hoch, dass Privatsender und Lokalfunk selbst bei eigentlich guten Empfangsbedingungen nur verrauscht oder gar nicht ins Haus kommen.

Wer mit dem Radio mehr als nur die Nachrichten hören möchte, sondern auch Musik in hoher Audioqualität, muss tiefer in die Taschen greifen. Nur drei Testgeräte erhielten die Teilnote “gut” für ihren Klang. Der ist besonders auch dann wichtig, wenn die Geräte über Bluetoothfunk verfügen und man Musik vom Smartphone auf ihnen abspielen will.

Eher eine Komfortfrage ist der eingebaute Empfang für Internetradio oder die Integration bestimmter Musikstreaming-Dienste. Zwar erhält man dadurch ab Werk Zugriff auf Radiosender aus aller Welt. Wirklich nötig ist die Funktion allerdings nicht, wenn man sich für ein Modell mit Bluetoothfunk oder einem AUX-Eingang für Klinkenkabel entscheidet. Dann kann man die Internet-Radiosender oder Musikstreams auch einfach über Smartphone-Apps wie TuneIn oder myTuner empfangen und per Kabel oder Funk an das Digitalradio schicken.

Von: APA/dpa

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