Der Dow Jones Industrial stieg über 21.000 Punkte

Dow Jones erstmals über 21.000 Punkten

Donnerstag, 02. März 2017 | 15:27 Uhr

Der New Yorker Leitindex Dow Jones Industrial ist am Mittwoch zum ersten Mal in seiner Geschichte über die Marke von 21.000 Punkten gestiegen. Schon gleich nach dem Handelsstart hatte das weltweit bekannteste Börsenbarometer die runde Zahl übersprungen. Danach wurden die Kursgewinne bis auf 21.169 Punkte ausgebaut. Zum Handelsschluss gewann der Dow-Index 1,46 Prozent auf 21.115,55 Punkte.

Nach der Zurückhaltung am Vortag setzte sich damit die Kursrallye wieder in beeindruckender Manier fort. Die Aussicht auf stärkeres Wachstum, geringere Steuern, mehr Staatsausgaben und höhere Unternehmensergebnisse wirke wie ein magischer Cocktail für Aktien, kommentierte Marktanalyst Neil Wilson von ETX Capital mit Verweis auf die von US-Präsident Trump geplanten wirtschaftlichen Anreize.

Auch die anderen New Yorker Aktienindizes nahmen ihre Rekordjagd wieder auf. Der breiter gefasste S&P 500 legte um 1,37 Prozent auf 2.395,96 Punkte zu. Der Technologiewerte-Index Nasdaq 100 rückte um 1,14 Prozent auf 5.390,99 Zähler vor. Ein besser als erwartet ausgefallener Einkaufsmanagerindex für das Verarbeitende Gewerbe erwies sich an diesem Mittwoch als zusätzliche Stütze für den Aktienmarkt.

US-Präsident Donald Trump hatte bei seiner ersten Rede vor dem Kongress zwar Details zu seinem Wirtschaftsprogramm und zur Steuerreform erneut vermissen lassen, doch schlug er zugleich etwas versöhnlichere Töne an und bekräftigte die Einlösung seiner Wahlversprechen. Der an der Börse für den Fall wenig konkreter Aussagen Trumps befürchtete Absturz blieb aus. Die Anleger hoffen weiter auf positive Impulse durch die Politik des Republikaners. “Börsianer sind froh über Trumps nun doch etwas präsidialeres Auftreten”, sagte Marktexperte Mike van Dulken von Accendo Markets.

Derweil sprach sich nun auch der US-Notenbanker Robert Kaplan für baldige Leitzinserhöhungen aus. “Wir sollten den Prozess schrittweiser Zinsanhebungen beginnen”, sagte der Präsident der regionalen Notenbank von Dallas. Bereits am Vortag hatten Aussagen von William Dudley und John Williams, beide ebenfalls einflussreiche Vertreter der Notenbank Fed, darauf schließen lassen, dass die Fed schon im März ein weiteres Mal den Leitzins hochsetzen könnte.

Börsianer werten dies deswegen positiv, weil steigende Zinsen als Zeichen einer robusten US-amerikanischen Wirtschaft gesehen werden. Banken gelten als Profiteure höherer Zinsen. Entsprechend rückten Finanzwerte am Mittwoch vor. An der Dow-Spitze legten JPMorgan um 3,29 Prozent zu. Der jüngste Konjunkturbericht der Zentralbank, das sogenannte “Beige Book”, lieferte indes keine neuen Impulse für die US-Börsen.

In den USA stellten indes so wenig Menschen einen Erstantrag auf Arbeitslosenhilfe wie seit 44 Jahren nicht mehr. Vorige Woche taten dies 223.000 Bürger und damit 19.000 weniger als in der Woche davor, wie das Arbeitsministerium in Washington am Donnerstag mitteilte. Dies ist der tiefste Stand seit März 1973. Ökonomen hatten mit 243.000 gerechnet. Im aussagekräftigeren Vierwochenschnitt sind die Erstanträge um 6.250 auf 234.250 gefallen.

Von: APA/dpa

Kommentare

Hinterlasse einen Kommentar

Hinterlasse den ersten Kommentar!


wpDiscuz