Der EZB-Präsident bleibt vorsichtig optimistisch

Draghi glaubt an Erholung der Wirtschaft in 2. Jahreshälfte

Samstag, 13. April 2019 | 22:21 Uhr

EZB-Präsident Mario Draghi hält eine Erholung der Wirtschaft im Euro-Raum im zweiten Halbjahr immer noch für möglich. Es sehe so aus als würden viele der bremsenden globalen Faktoren nachlassen, sagte er am Samstag auf dem Frühjahrstreffen von Internationalem Währungsfonds (IWF) und Weltbank in Washington.

Aspekte, die die Zuversicht untergraben würden, wie das Risiko eines harten Brexit oder die Gefahr eines globalen Handelskriegs spielten aber weiterhin eine große Rolle, warnte der Italiener. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte am Mittwoch auf ihrer Zinssitzung in Frankfurt wegen der unerwartet starken Wachstumseintrübung im Euro-Raum die Füße stillgehalten. Alle Instrumente könnten, wenn erforderlich, angepasst werden, sagte Draghi nach dem Zinsbeschluss.

Ursprünglich hatte die EZB in Aussicht gestellt, ihre Schlüsselzinsen nur bis über den Sommer hinaus nicht anzuheben. Inzwischen will sie die Zinsen noch bis mindestens zum Jahresende nicht antasten. Ihr Leitzins liegt bereits seit März 2016 auf dem Rekordtief von 0,0 Prozent.

Von: APA/ag.